Kandel / Germersheim
Krankenhaus: Keine Abteilung für Innere Medizin mehr
Die Abteilung für Innere Medizin zieht von der Asklepiosklinik Germersheim in die Asklepiosklinik Kandel um. Damit ist ab 1. April die Notfallversorgung im Landkreis komplett an der Kandeler Klinik angesiedelt.
Die Umstrukturierung der beiden Häuser begann schon vor einigen Jahren: So wurden zum Beispiel die Betten für die Chirurgie ab Januar 2023 in Kandel konzentriert. Und schon während der Corona-Pandemie waren im März 2020 die Notaufnahmen der beiden Asklepioskliniken in Kandel zusammengelegt worden.
Die Klinik in Germersheim firmiert damit künftig als spezialisierte Fachklinik für Neurologische Frührehabilitation und Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Im Schnitt hatte es nur noch 15 internistische Patienten in Germersheim gegeben, sagte Geschäftsführer Frank Lambert gegenüber der RHEINPFALZ. Das Personal der bisherigen Station werde in Germersheim bleiben, da die Betten nun vor allem mit Patienten der Frühreha belegt werden. Außerdem werde täglich eine Internistin vor Ort sein, um einen etwaigen Bedarf abzudecken. Die Nachfrage nach den beiden Abteilungen ist seit Jahren sehr groß.
Das Krankenhaus in Kandel bietet künftig die Akut- und Notfallversorgung für den Kreis, unter anderem mit Intensivstation, Unfallchirurgie, Herzkatheterlabor und Gastroenterologie. Der Standort wird derzeit für 100 Millionen Euro umgebaut.
Darüber hinaus verfügen beide Kliniken über ambulante Versorgungsmöglichkeiten durch angeschlossene Praxen. In Germersheim befinden sich Praxen für Allgemeinmedizin, Kardiologie und Gastroenterologie sowie in Kandel für Gastroenterologie, Kardiologie, Neurologie und Urologie.