Kandel Grundsteuer: Verwaltung bereitet sich auf Widersprüche vor
Schon zu Wochenbeginn wird die Verbandsgemeindeverwaltung Kandel mit dem Versand der Grundsteuerbescheide beginnen. Die allermeisten Daten, mehr als 80 Prozent, sind zwischenzeitlich richtig erfasst und ins Programm eingegeben, es fehlen nur noch 600 bei der Grundsteuer B und 400 bei der Grundsteuer A. Das konnte der Erster Beigeordnete Volker Merkel jetzt bei der Sitzung des Stadtrates bekanntgeben. Und damit habe die Verwaltung doch rasch eine technische Panne behoben, über die die RHEINPFALZ mehrfach berichtet hat.
Es ging um Daten, die nicht mehr abgleichbar waren, nachdem die Verbandsgemeinde Kandel schon vor einigen Jahren dem Finanzamt Landau zugeordnet worden war. Dies war jedoch erst im Zuge der Neuberechnung der Grundsteuer aufgefallen. Merkel dankte ausdrücklich den Mitarbeitenden der Finanzabteilung und dem Fachbereichsleiter Andreas Baron. Der Beigeordnete wies darauf hin, dass die Grundsteuer auch von den Eigentümern bezahlt werden müsse, die eventuell Einspruch einlegen wollen gegen ihren Bescheid oder die bereits gegen die Mitteilung des Finanzamtes Einsprüche laufen haben. Hier gebe es immer wieder Missverständnisse, so Merkel.
Die Verwaltung, so lobte der Beigeordnete, habe auch ein vorbildliches Widerspruch-Management aufgebaut, Excel-Tabellen vorbereitet und Serienbriefe geschrieben sowie eine Telefon-Hotline eingerichtet, um den Aufwand bei weiteren Einsprüchen so gering wie möglich zu halten. Erfahrungen in anderen Verbandsgemeinden zeigten, dass die meisten Einsprüche als unbegründet zurückgewiesen werden können.
Die Grundsteuern werden zum 15. Mai fällig, auch die Teilzahlungsraten, die am 15. Februar hätten geleistet werden müssen. Das sei wichtig für den Haushalt der Stadt Kandel. Diesen habe man mit Schreiben vom 17. März an die Kreisverwaltung geschickt und auch Beispiele genannt, wie man Mehreinnahmen generieren und Ausgaben reduzieren wolle. Jetzt hoffe man auf eine baldige Genehmigung, damit die Stadt wieder handlungsfähig wird, so Merkel.