Kandel Grundsteuer: Fachleute sollen Chaos ordnen
Viel Manpower wird kommende Woche innerhalb der Verbandsgemeindeverwaltung eingesetzt, um die richtigen Daten für die Erstellung der Grundsteuerbescheide 2025 händisch ins Computersystem einzugeben. Dies gab Jens Forstner, geschäftsführender Beamter der Verwaltung, am Mittwoch bei der Sitzung des Stadtrates Kandel bekannt. Die Hoffnung auf eine Lösung mit einer angepassten Software zu ermöglichen, wurde fallen gelassen. Auch soll die neue Software nun erst ein Jahr später eingeführt werden. Das hätte zu lange gedauert, so Forstner.
Stadtratsmitglied Benjamin Gantz (CDU) hatte sich bei der Sitzung nach einer Erklärung erkundigt, die man von Seiten der Verwaltung im Amtsblatt erwartet hatte, zumal die Grundsteuer bisher jährlich zum 15. Februar erhoben wurde. Weil die endgültige Entscheidung zugunsten der händischen Eingabe erforderlicher Daten erst am Mittwoch getroffen worden sei, konnte diese Erklärung noch nicht veröffentlicht werden, so Forstner. Kandels Beigeordneter Volker Merkel (CDU) stellte klar, dass man die Versäumnisse nicht dem neuen Leiter der Finanzabteilung, Andreas Baron, ankreiden könne.
Das Problem hätte schon seit Jahren angegangen werden müssen, so Merkel. Man habe einfach versäumt, die Datenbank so anzupassen, dass auch die neuen Grundstückswerte hätten übertragen werden können. Das Problem betreffe die gesamte Verbandsgemeinde, so Forstner. Ziel ist, die Grundsteuerbescheide so rechtzeitig zu verschicken, dass die beiden ersten Raten zum 15. Mai erhoben werden können. Die weiteren Raten werden dann wie bisher fällig.