Kandel Bundespolizei: Im Juni soll Einzug in Kandel möglich sein
Das neue Dienstgebäude des Bundespolizeireviers Bienwald in Kandel kann laut Aussage der noch amtierenden Bundesregierung im Juni bezogen werden. Diese Information hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Gebhart aus einer Antwort der Bundesregierung auf seine Schriftliche Frage erhalten.
Die Bundespolizisten haben schon seit geraumer Zeit kein Heimatrevier mehr und treten ihren Dienst derzeit vom Standort Bad Bergzabern aus an. Der Hintergrund: Das angemietete Gebäude an der Zollplattform, also direkt an der deutsch-französischen Grenze, war in die Jahre gekommen und zunehmend marode. Stichworte waren zum Beispiel das undichte Dach oder die kaputte Heizung. Ein Zustand, der auch von der Gewerkschaft der Polizei immer wieder kritisiert worden war. Der Bundestagsabgeordnete Gebhart setzt sich seit Jahren für den Erhalt und eine adäquate Unterkunft des Bundespolizeireviers Bienwald ein.
Kurzzeitig sah es 2018 sogar nach einem deutsch-französischen Polizeistandort unter einem Dach aus. Doch Anfang 2019 wurde klar: Ein gemeinsames Revier von Bundespolizei und Police aux Frontières kann es am Grenzübergang Bienwald nicht geben. Ein Grund waren „einsatztaktische Überlegungen“ der französischen Seite.
Seit September 2023 errichtet ein privater Investor im Kandeler Gewerbegebiet „Lauterburger Straße“ einen Neubau. Die Bundespolizei mietet dieses im Rahmen des Einheitlichen Liegenschaftsmanagements über die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Der Mietvertrag wurde im Mai 2023 zwischen der BImA und dem Eigentümer mit viermonatiger Verzögerung geschlossen.
Auch der Einzug in den Neubau in Kandel wurde mehrfach verschoben. Im September 2023 war noch von 1. September 2024 die Rede. Im Oktober 2024 wurde schließlich ein Termin im Dezember 2024 genannt.