Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Der Landgasthof Bremerhof in Kaiserslautern: Ferienidylle am Rand des Pfälzerwaldes

Inhaber Tobias Maurer im Biergarten. Dieser bietet 620 Plätze.
Inhaber Tobias Maurer im Biergarten. Dieser bietet 620 Plätze.

Der Biergarten des Landgasthofs Bremerhof gehört wohl zu den bekanntesten in Kaiserslautern. Auf dem Freigelände gibt es viel Platz und Spielgelegenheiten für Kinder.

Biergarten ist in Kaiserslautern nahezu gleichbedeutend mit Bremerhof. Eingebettet in die Ausläufer der Pfälzerwaldes, zu Füßen des Humbergturms, liegt der größte Biergarten Kaiserslauterns – und für viele der schönste der Stadt. Wanderer genießen nach einem anstrengenden Fußmarsch ein erfrischendes Bier. Erholungssuchende aus der Stadt nehmen den rund drei Kilometer langen Fußweg von der Haltestelle der Linie 102 (Schulzentrum Süd) oder 116 (Dunkeltälchen) auf sich oder fahren per Rad oder Auto direkt auf den großen Parkplatz, um sich bei Flammkuchen, Schweinshaxe oder Sommersalat zu stärken.

620 Plätze bietet der Traditionsbiergarten. Ganzjährig bestuhlt lädt er nicht nur im Hochsommer zu einem Abstecher ein. Seit 2022 wird Ende September die „Almhütte“ aufgebaut, die während der Herbst- und Wintermonate für Feiern gemietet werden kann. „Wir haben die Hütte nochmals erweitert, sodass sie ab dieser Saison Platz für 160 Personen bietet“, erzählt Inhaber Tobias Maurer im RHEINPFALZ-Gespräch von den neuesten Entwicklungen. Das ganze Jahr über bietet die „Kleine Alm“ auch an nicht ganz perfekten Sommertagen oder noch kühlen Frühlingstagen eine geschützte Bleibe zwischen Gaststube und Sitzplatz im Freien.

Ursprung des Namens unklar

Die Forschung ist sich nicht einig, ob für die Namensgebung des Bremerhofes die umliegenden Ginsterbüsche, im Rheinfränkischen „Bremmen“ genannt, oder die Brombeerhecken entscheidend waren. Der Bremerhof selbst ist in Lautern ein fester Begriff, auch für die ansässigen Amerikaner, die rund 20 Prozent der Besucher ausmachen. Sie genießen hier pfälzische Gemütlichkeit – genau wie der Professor der nahe gelegenen Uni oder die junge Familie, die nach einem Abstecher auf den Waldspielplatz auf ein Eis einkehrt. „Ich verstehe uns als Volksgarten“, charakterisiert Maurer sein gemischtes Publikum. „Die Leute sind angenehm entspannt.“ Dazu trägt neben dem Speiseangebot sicherlich die Tatsache bei, dass es „bei uns immer fünf Grad weniger hat als in der Stadt“. Eingekauft wird regional: Fleischwaren liefert die Metzgerei Kraus aus Otterberg, das Wild stammt aus dem Jagdgebiet rund um den Bremerhof.

Weitläufig erstreckt sich der Biergarten zwischen Wiesen und Weiden unter altem Baumbestand. „Das ist unser Profit-Center. Wir brauchen vier gute Monate, um übers Jahr zu kommen“, ordnet Maurer den Stellenwert des Sommergeschäfts ein. Dafür lässt er sich immer wieder Neues einfallen: „An den Wochenenden werden bei uns immer mal wieder die Bremerhof-Musikanten rund um Michel Gärtner auftreten – ganz unkompliziert und ohne große Ankündigung.“ Gute Gastgeber wollen Nina und Tobias Maurer sein – unmöglich ohne das Team aus 32 Festangestellten und rund 70 Aushilfen während der Sommersaison. „Wir finden tatsächlich Mitarbeiter. Vor Corona war es viel schlimmer, die Lage hat sich personell entspannt. Das ist nicht unsere Hürde.“ Sorgen bereitet Maurer dagegen die Preisentwicklung: „Es explodiert alles: Energie, Lebensmittel, Lohnkosten. Diese Steigerungen können wir nicht an den Kunden weitergeben. Deshalb ersehnen wir die angekündigte Mehrwertsteuersenkung für Speisen auf sieben Prozent.“ Damit sieht er sich in der Lage, die Preise im nächsten Jahr stabil zu halten. Für Preissenkungen, die beim Gast ankommen, sei allerdings kein Spielraum.

QR-Code-Idee aus Hawaii mitgebracht

Auf jedem Tisch findet der Gast einen QR-Code. Er bringt die Speisekarte aufs Handy und ermöglicht die Getränkebestellung per App, noch bevor die Servicekraft um die Ecke kommt. Hat man sich für etwas entschieden, lässt sich mithilfe der Kellnerruf-Funktion Bescheid geben. Bezahlt wird am Checkout-Center am Ausgang. „Das haben Nina und ich bei unseren Flitterwochen auf Hawaii kennengelernt“, plaudert Maurer aus dem Nähkästchen. „Gerade für Amerikaner ist das angenehm – ein Ablauf, den sie gewohnt sind.“

Während man entspannt aufs Essen oder das kühlende Getränk wartet, schweift der Blick über die Weide mit Schaf und Pferd, während der Nachwuchs sich auf dem angeschlossenen, kleinen Spielplatz die Zeit vertreibt. Ein Stückchen Ferienidylle am Rande des Pfälzerwaldes – und das nicht nur zur Sommerzeit.

Steckbrief Landgasthof Bremerhof

Bremerhof 1
67663 Kaiserslautern
www.bremerhof-kl.de

Öffnungszeiten (Küchenschließzeiten in Klammern):
Montag 17 bis 22 (20.30) Uhr
Dienstag bis Samstag 11.30 bis 22 (20.30) Uhr
Sonntag 11.30 bis 18 (17.30 ) Uhr

Preise (Auswahl):
Wasser (0,25 Liter) 3,30 Euro
Bitburger Pils vom Fass (0,5 Liter) 5,50 Euro
Aperol Spritz (0,25 Liter) 6,90 Euro

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