Leiningerland Wassergebühren in der Verbandsgemeinde: So geht es weiter

Eins steht fest: Die Gebühr für Wasser wird im nächsten Jahr steigen.
Eins steht fest: Die Gebühr für Wasser wird im nächsten Jahr steigen.

Für Wasser und Abwasser müssen die Bürger in der Verbandsgemeinde Leiningerland 2024 mehr zahlen. Dass dem so sein wird, ist schon länger bekannt, in der jüngsten Sitzung des Rats wurde nun auch ein entsprechender Beschluss gefasst. Und einer dazu, ob es jetzt schon gemeinsame Gebühren geben soll oder nicht.

In der Verbandsgemeinde Leiningerland gibt es nach wie vor zwei Abrechnungsgebiete für Wasser und Abwasser – Grünstadt-Land und Hettenleidelheim. Nach der Fusion müssen diese zusammengeführt und gemeinsame Gebühren erhoben werden, dafür hat die Verwaltung allerdings zehn Jahre Zeit. Es pressiert also noch nicht.

Trotzdem ermittelte das Fachbüro, das die Höhe der Gebühren für 2024 errechnet hat, neben den Preisen für Grünstadt-Land und Hettenleidelheim auch kombinierte Preise für beide Abrechnungsgebiete. Für Wasser werden demnach 2024 in Grünstadt-Land pro Kubikmeter 2,06 Euro (bislang 1,56 Euro) fällig, für Abwasser 2,47 Euro (1,67 Euro). In Hettenleidelheim sind es 2,95 Euro (2,77 Euro) für Wasser und 2,91 Euro (2,99 Euro) für Abwasser. Kombiniert wären es 2,30 Euro für Wasser und 2,61 Euro für Abwasser.

Zu früh für Vereinheitlichung

Bei den Mitgliedern des Verbandsgemeinderats bestand fraktionsübergreifend Einigkeit darüber, dass es noch zu früh für eine Vereinheitlichung der Gebühren sei. Dies unter anderem deshalb, weil die Differenz zwischen den Beiträgen in Hettenleidelheim und Grünstadt-Land aktuell noch recht groß ist, die Hettenleidelheimer also weniger zahlen müssten, während es für Grünstadt-Land noch mal teurer würde. Das könne zu Unfrieden führen, wenn die einen das Gefühl bekämen zugunsten der anderen belastet zu werden, so die Befürchtung im Rat.

Einigkeit besteht jedoch auch in der Einschätzung, dass sich die Gebühren in beiden Abrechnungsgebieten in den kommenden Jahren ohnehin angleichen werden. Der Grund dafür: In der ehemaligen Verbandsgemeinde Grünstadt-Land stehen hohe Investitionen an, um Kanäle und Werke in Schuss zu bringen – was eine Erhöhung der Gebühren zur Folge haben wird. Auf dem Gebiet der ehemaligen Verbandsgemeinde Hettenleidelheim ist die Situation entspannter, sodass ein geringerer Anstieg zu erwarten ist.

Gemeinsame Satzungen treten in Kraft

Verwaltung wie Ratsmitglieder gehen davon aus, dass eine Vereinheitlichung der Gebühren zu einem späteren Zeitpunkt nicht zuletzt aus diesem Grund zu weit weniger Unmut führen würde. Deshalb entschieden sie sich dagegen, diesen Schritt bereits für das Jahr 2024 zu gehen. Gemeinsame Satzungen für beide Abrechnungsgebiete gibt es bereits seit Mitte dieses Jahres. Sie treten am 1. Januar in Kraft und sorgen für einheitliche Entgeltstrukturen, haben jedoch keinerlei Auswirkung auf die Höhe der Wassergebühren.

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