Bockenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Neue Kita: Die Suche nach dem richtigen Standort

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Bis es im Ort eine zweite Kita gibt, sollen Bockenheimer Kinder auch bei Tagesmüttern unterkommen. Aber die brauchen dafür ebenfalls Räume. Der Ortsbürgermeister sagt: Es gibt ein Haus, das geeignet sein könnte.

Bockenheim braucht dringend mehr Kita-Plätze und will deshalb einen neuen Kindergarten bauen. Ideen für mögliche Grundstücke gibt es schon. Nun verrät die Verbandsgemeinde, wie viele es sind. Und der Ortsbürgermeister spricht über Fortschritte bei Übergangslösungen.

Die Bockenheimer geben Gas. Nur zwei Wochen nachdem der Ortsgemeinderat sich einstimmig für den Neubau einer zweiten Kindertagesstätte im Dorf ausgesprochen hatte, wurde bereits intensiv über einen Standort diskutiert. Allerdings sprach der Bauausschuss in seiner Sitzung darüber dann doch nicht, wie ursprünglich vorgesehen, im öffentlichen Teil. Der Tagesordnungspunkt wurde vielmehr hinter verschlossener Tür abgehandelt – sehr zur Enttäuschung der zahlreichen Zuschauer, überwiegend junge Mütter und Väter aus dem Ort.

Neun Vorschläge auf dem Tisch

Nun berichtet Dennis Zimmermann, der Leiter des Fachbereichs Natürliche Lebensgrundlagen und Bauen bei der Verbandsgemeinde Leiningerland, auf RHEINPFALZ-Nachfrage, was besprochen wurde. Demnach lagen neun Vorschläge für mögliche Baugrundstücke auf dem Tisch. „Vier dieser Areale konnten bereits als ungeeignet für ein solches Vorhaben ausgeschlossen werden“, erklärt er. Bei den verbleibenden fünf Standorten solle die Verwaltung nun prüfen, wie und unter welchen Bedingungen sich dort jeweils ein Neubau realisieren ließe.

Ortsbürgermeister Gunther Bechtel (SPD) sagt dazu: „Bisher sind das nur Ideen.“ Keines der betrachteten Grundstücke gehöre der Gemeinde, sie müsste sich also mit den Eigentümern einigen. „Wir arbeiten jedoch mit Hochdruck daran, denn wir wollen unsere Eltern nicht allein lassen“, betonte er. Weil die Umsetzung des Projektes allerdings einige Jahre dauern wird, schaue man nach Übergangslösungen. Bechtel hat inzwischen fünf Tagesmütter gefunden, die sich um kleine Bockenheimer kümmern könnten.

Haus für Tagesmütter vorhanden

Außerdem berichtete er dem Bauausschuss noch im öffentlichen Teil: Es gebe im Ort ein 170 Quadratmeter großes Haus, das für diese Betreuerinnen und ihre insgesamt bis zu 25 Schützlinge gemietet werden könnte. „Zuvor muss aber das Jugendamt das Objekt begutachten und sein Okay geben“, erläuterte Bechtel. Darüber hinaus verkündete er, dass die Quirnheimer Kita „Weedbachkinder“ Nachbarschaftshilfe leiste und fünf Plätze zur Verfügung stelle. Das erste Bockenheimer Kind sei schon in der Einrichtung.

Die protestantische Kita in Bockenheim ist aktuell bereits deutlich überbelegt. Das für 100 Winzlinge ausgelegte Haus darf mit einer erweiterten Betriebserlaubnis bis zu 125 Jungen und Mädchen aufnehmen. Diese Sonderregelung läuft jedoch am 31. August aus und eine Verlängerung sei nur möglich, wenn ausreichend Personal vorhanden ist. Außerdem liegen laut Bechtel so viele Anmeldungen vor, dass ab Sommer 135 Plätze benötigt werden. Die neue Kita sollte nach seinen Vorstellungen Raum für 50 Kinder bieten, sodass künftig in der alten Einrichtung wieder bis zu 100 Zwei- bis Sechsjährige untergebracht werden.

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