Rückblick 2021 RHEINPFALZ Plus Artikel Pilgerpfad: Umfrage, Studie, Entwürfe

Zwei Gebäude und ein Flachbau als Verbindung: So könnte sich der Investor die Zukunft am Jakobsplatz vorstellen.
Zwei Gebäude und ein Flachbau als Verbindung: So könnte sich der Investor die Zukunft am Jakobsplatz vorstellen.

Allen Akteuren ist klar: Im Pilgerpfad muss etwas passieren. Aber was es sein wird, das sich rund um den Jakobsplatz entwickelt – das ist Ende 2021 weiter ungewiss. Die Bürger konnten bei einer Umfrage ihre Meinung sagen. Ein Professor hat eine Studie geschrieben. Und der Investor feilt an seinen Plänen.

Konkret wird’s wohl erst im neuen, passiert ist im alten Jahr dennoch eine Menge. Im Februar stellt die Verwaltung die Ergebnisse einer Umfrage unter den Bewohnern des Viertels vor. Deren Tenor: Viele denken über einen Umzug nach, weil sie Lärm, Verkehr und die Anonymität im Pilgerpfad stören. Einerseits bestehen große Vorbehalte, das Gebiet mit vielen zusätzlichen Wohnungen noch stärker zu verdichten als ohnehin schon. Anderseits wünschen sich die Bürger, weiter vor Ort einkaufen zu können.

Wie sich diese Wünsche mit Vorstellungen des Mannheimer Investors Pro Concept verknüpfen lässt, der anstelle der maroden Gewerbeimmobilie am Jakobsplatz etwas Neues bauen möchte, das soll ein Wissenschaftler klären: Der Heidelberger Hochschulprofessor Martin Albert kommt in seiner Studie zu dem Schluss, „sozialverträglich“ sei dort ein Komplex mit maximal 2300 Quadratmetern Grundfläche und 15 Metern Höhe.

Albert gibt Politik und Verwaltung aber auch den dringenden Rat, nicht nur aufs Bauliche zu schauen: Er nennt als wichtige Aspekte für eine gesunde Entwicklung des Pilgerpfads das Thema Verkehr/Parken und fordert „umfangreiche soziale Begleitmaßnahmen“ – beispielsweise einen Mitarbeiter im Rathaus, der sich ausschließlich um das Quartier und seine Probleme kümmert.

Mitte Oktober ist dann Pro Concept am Zug: Der Projektentwickler zeigt dem Planungs- und Umweltausschuss erste Entwürfe, was anstelle der ursprünglichen Hochhauspläne auf dem Areal mit Flurstücknummer 5000 einmal stehen könnte: zwei Gebäude mit 19 und 15 Metern Höhe, verbunden mit einem Flachbau für den Supermarkt. Die Perspektive: Im neuen Jahr soll der Stadtrat entscheiden, mit welchen zwei Vorschlägen die Verwaltung in den erneuten Dialog mit den Bürgern gehen möchte.

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