Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Pilgerpfad-Projekt: Mitdenken und mitplanen

Charakteristisch für den Jakobsplatz in seinem aktuellen Zustand: der Brunnen und die Hochbeete.
Charakteristisch für den Jakobsplatz in seinem aktuellen Zustand: der Brunnen und die Hochbeete.

Der Auslöser für den größten Beteiligungsprozess in Frankenthals jüngerer Geschichte war das genaue Gegenteil von Teilhabe und Mitbestimmung. Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) sprach von einem „Aufschlag“, als im November 2019 im Planungs- und Umweltausschuss die Idee vorgestellt wurde, am Nordwestende des Jakobsplatzes im Pilgerpfad anstelle der dortigen Gewerbeimmobilie einen neuen Supermarkt und darauf zwei Hochhäuser zu errichten.

Umfrage und Studie

Aus dem folgenden Protest und der raschen Gründung einer Bürgerinitiative ist ein Verfahren gewachsen, das neben den inzwischen stark modifizierten Bauplänen des Mannheimer Investors Pro Concept die Entwicklung des Pilgerpfads als Ganzes in den Blick nimmt. Im Sommer 2020 fanden auf dem Jakobsplatz drei Termine statt, bei denen Anwohner Anregungen geben und Probleme ansprechen konnten. Parallel dazu ermittelte das für die Moderation engagierte Fachbüro Stadtberatung Sven Fries per Umfrage die Einstellung der Bürger zu ihrem Quartier. Ein weiteres Element: die Sozialverträglichkeitsstudie des Wissenschaftlers Martin Albert, der Höchstgrenzen für das Vorhaben am Jakobsplatz definiert hat.

Nächster Schritt im März

Seit Herbst 2022 liegen zwei Varianten für eine mögliche Bebauung auf dem Tisch, die am 21. März bei einer Info-Veranstaltung im Pilgerpfad der Öffentlichkeit im Detail vorgestellt werden sollen. Der von Pro Concept favorisierte Entwurf sieht als Basis einen neuen Edeka-Markt mit 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche plus Platz für Dienstleistungsbetriebe und darauf zwei Wohngebäude mit 18 beziehungsweise 15 Meter Höhe vor.

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