Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel MVZ: Ambulante Leistungen gefragt

Für die Behandlung ihrer Patienten zahlen die Krankenkassen teils mit erheblicher Verzögerung, heißt es aus dem MVZ der Stadtkli
Für die Behandlung ihrer Patienten zahlen die Krankenkassen teils mit erheblicher Verzögerung, heißt es aus dem MVZ der Stadtklinik.

Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) der Stadtklinik ist ein Erfolgsmodell. Im zweiten vollständigen Betriebsjahr hat es 2023 bereits einen Gewinn eingefahren.

Die Einrichtung mit Standorten in Frankenthal und Ludwigshafen hat 2023 ein Plus von rund 21.500 Euro in der Bilanz stehen. Im Vorjahr lag der Verlust noch bei etwas mehr als 48.000 Euro. Mit ambulanten Leistungen wurden 380.500 Euro eingenommen. Insgesamt wurden laut Geschäftsbericht über 5100 Behandlungen abgerechnet – und damit 1000 mehr als 2022. Grund dafür ist in erste Linie die Einstellung von zwei weiteren Ärztinnen. Bei den Ausgaben in Höhe von 354.000 Euro schlugen insbesondere Personalkosten (283.500 Euro) zu Buche.

Das MVZ war im April 2021 gegründet worden, um zwei in Frankenthal vakante Kassensitze für Neurologie übernehmen zu können. Ziel sei es, gemeinsam mit der Stadtklinik Frankenthal eine gute, wohnortnahe medizinische Versorgung zu leisten und dauerhaft sicherzustellen. Seit 1. März 2024 wird das Team durch einen ärztlichen Psychotherapeuten verstärkt. Dieser ist in der Außenstelle im Medical Center der BASF in Ludwigshafen tätig. Bereits im ersten Halbjahr 2024 habe man damit nach einigen Startschwierigkeiten im Vergleich zu 2023 einen Umsatzzuwachs verzeichnet.

Das MVZ rechnet nach eigener Darstellung einen Großteil der Leistungen mit den Krankenkassen ab. Hier sieht der kaufmännische Direktor der Stadtklinik, Andor Toth, der Betriebsleiter des MVZ ist, ein gewisses Risiko. Einzelne Angebote könnten angesichts des Kostendrucks im Gesundheitswesen bei der Budgetierung abgewertet werden. Ein weiteres Problem: Gelder der Kassen gehen teils mit erheblicher Verzögerung ein. So gab es laut Quartalsbericht Anfang 2024 noch keine Zahlungen. Anhand der Anzahl der Krankenscheine rechne man derzeit jedoch mit Einnahmen von mehr als 80.000 Euro.

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