Frankenthal
Medizinisches Versorgungszentrum ein Erfolgsmodell
Das MVZ war im April 2021 gegründet worden, um zwei in Frankenthal vakante Kassensitze für Neurologie übernehmen zu können. Dass diese Entscheidung – wie im MVZ-Betriebsausschuss am Dienstag betont wurde – richtig war, zeigt der vorgelegte Bericht über die aktuelle Entwicklung. Bereits im ersten Dreivierteljahr konnte laut Geschäftsbericht ein Überschuss von 16.700 Euro erzielt werden. Für das Jahr 2023 summierten sich die Zahlungen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) auf 367.000 Euro und liegen um 14,7 Prozent über den Planzahlen. Ähnlich positiv lässt sich bisher das laufende Jahr an.
Der ärztliche Psychotherapeut, seit März Teil des Teams, ist in der Außenstelle im Medical Center der BASF in Ludwigshafen tätig. Dort sind die Fallzahlen deutlicher als erwartet gestiegen. Die bisher an die KV vermietete Ärztliche Bereitschaftspraxis steht seit 1. Januar wieder der Stadtklinik zur Verfügung. Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten wird das MVZ vollständig in diese Räume übersiedeln, sodass das Behandlungsangebot erweitert werden kann.
Beim digitalen Management liegt nach Aussage von Michael Roth, Chef der Funktionseinheit Neurologie der Stadtklinik und ärztlicher Leiter des MVZ, noch einiges im Argen. Die Fehleranfälligkeit der Telematikinfrastruktur, also der Technik für Kommunikation und Datenübertragung, führe zu einem erheblichen zeitlichen und finanziellen Mehraufwand. Es sei daher geplant, einen neuen Server für rund 16.000 Euro anzuschaffen.