Frankenthal Medizinisches Versorgungszentrum: Noch kein Gewinn im ersten vollen Jahr
Der Optimismus der Beteiligten speist sich aus den bisher für 2022 vorliegenden Zahlen. Und die zeigten von Quartal zu Quartal eine Steigerung der ambulant behandelten Patienten, sagt Monika Röther, Kaufmännische Direktorin der Stadtklinik. Dass vor allem im ersten Vierteljahr noch ein im Vergleich zum selben Zeitraum deutlicher Rückgang zu verzeichnen war, führt sie auf die Corona-Pandemie zurück. Möglicherweise seien viele sogenannte Erstkontakte ins neue Jahr verschoben worden. Der Aufwand für solche Patienten sei wesentlich höher, damit habe Zeit für andere Behandlungen gefehlt. Dieses Phänomen hat die Kassenärztliche Vereinigung Pfalz in ihrem Gebiet flächendeckend festgestellt.
Vier Mediziner aktiv
Michael Roth, Chef der Funktionseinheit Neurologie der Stadtklinik und ärztlicher Leiter des MVZ, ist allerdings optimistisch, schon im letzten Vierteljahr den positiven Trend fortsetzen und verstärken zu können. Seit September seien vier Mediziner im MVZ aktiv. „Das bringt einen erheblichen Gewinn an Flexibilität und eine Steigerung der Effizienz.“ Seit August sei das Versorgungszentrum auch als akademische Lehrpraxis anerkannt, so Roth.
Im April 2021 gegründet
Wie berichtet, war das MVZ im April 2021 gegründet worden, um zwei in Frankenthal vakante Kassensitze für Neurologie übernehmen zu können. Monika Röther hat bei der Sitzung des Krankenhausausschusses vergangene Woche die Möglichkeit ins Spiel gebracht, sich in Zukunft auch um weitere Sitze anderer Fachrichtungen, die in der Stadt fehlten oder bei den niedergelassenen Ärzten unterrepräsentiert seien, zu bemühen.