Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Laubsammlung: Container statt Säcke

An zwölf Standorten im Stadtgebiet sollen ab Ende Oktober Sammelstellen für Laub eingerichtet werden.
An zwölf Standorten im Stadtgebiet sollen ab Ende Oktober Sammelstellen für Laub eingerichtet werden.

Nach dem gescheiterten Versuch, einen kostenpflichtigen Laubsack einzuführen, startet der Eigen- und Wirtschaftsbetrieb Frankenthal (EWF) einen neuen Anlauf, um die Bürger im Herbst bei der Entsorgung des Laubs der Straßenbäume zu unterstützen. Die Kosten von fast 20.000 Euro sollen über die Abfallgebühren finanziert werden.

An acht Standorten im Stadtgebiet und zusätzlich auf den Kerweplätzen der vier Vororte sollen nun Grünabfallcontainer aufgestellt werden. Das geht aus dem Konzept für die Laubsaison 2023/24 hervor, das am Montag im Betriebsausschuss vorgestellt und ergänzt wurde. Gegen die Stimmen der SPD hat das Gremium den Vorschlag mehrheitlich gebilligt. Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) räumte ein, dass der Versuch mit den Laubsäcken fehlerhaft gewesen sei und sich nicht bewährt habe. Daher habe der EWF – basierend auf den positiven Erfahrungen im Nordendviertel im November 2022 – geeignete Standorte für Sammelcontainer ermittelt.

Sie sollen ab Ende Oktober bis Jahresende im wöchentlichen Wechsel aufgestellt werden. Die Sammelstellen sind unbeaufsichtigt, werden täglich kontrolliert und bei Bedarf auch zwischendurch geleert. Außerdem sind sie nur so hoch, dass sie aus dem Stand befüllt werden können. Die anfallenden Kosten von geschätzt 18.750 Euro werden über die Abfallgebühren finanziert. Knöppel äußerte die Erwartung, dass die Container als zusätzliches Angebot zu den zweimal jährlichen Grünabfallsammlungen von den Bürgern angenommen und keine Fremdstoffe eingeworfen werden.

SPD: Konzept nur Stückwerk

Aufgestellt werden die Container im Heßheimer Viertel (Parkplatz Sonnenbad und Heßheimer Straße am Glascontainer), im Lauterecker Viertel (Konrad-Adenauer-Platz und Flomersheimer Straße/Ecke Philipp-Rauch-Straße), in Frankenthal-Nord (Parkplatz am Ostring und Friedhofsparkplatz in der Wormser Straße) sowie in der Innenstadt (Foltzring Höhe AOK und Parkplatz Zöllerring). Nachträglich wurden auch die Vororte in die Standortliste aufgenommen.

Als einen Weg in eine optimale Situation bezeichnete Hugo Campidelli (CDU) die Container-Lösung, die im Vergleich zu den Laubsäcken auf breitere Füße gestellt worden sei. „Alles hängt nun davon ab, wie konsequent die Bürger damit umgehen.“ Die Flomersheimer Ortsvorsteherin Heike Haselmaier (CDU) begrüßte, dass auch die Vororte berücksichtigt würden. Uwe Zimmermann (FWG) gab zu bedenken, dass der Frankenthaler Süden nicht abgedeckt sei. Im Vorfeld der Aktion brauche es gezielte Öffentlichkeitsarbeit. „Die Richtung ist super“, meinte Anne Gauch (Grüne/Offene Liste). Nicht optimal fand sie den Container-Standort im Randbereich der Nordendsiedlung.

Die SPD könne der Vorlage nicht zustimmen, führte Adolf-José König aus. Die Bürger seien durch die Laubsack-Aktion sehr verärgert gewesen. Dies müsse künftig vermieden werden. Es sei kein Konzept für die Gesamtstadt vorgelegt worden. „Das ist nur Stückwerk, mit dem wir uns nicht zufriedengeben“, kritisierte König und brachte die Einführung der Straßenreinigungsgebühr ins Spiel. „Das ist nicht von heute auf morgen zu machen“, wandte Bürgermeister Knöppel ein. Außerdem rechne er bei der Gebührensatzung, die alle Bürger treffe, mit großen Akzeptanzproblemen.

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