Frankenthal FWG: Stadt soll Säcke mit Laub einsammeln
Statt für drei Euro auf dem Rathaus oder beim Eigen- und Wirtschaftsbetrieb (EWF) einen Laubsack zu kaufen, stellen etliche Frankenthaler Mülltüten mit Blättern gefüllt an den Straßenrand. Unter anderem in der Mörscher und in der Heßheimer Straße stapeln sich die Säcke. „Scheinbar ist Bürgern nicht bewusst, dass sie dazu verpflichtet sind, die Säcke abzutransportieren“, stellt die Freie Wählergruppe (FWG) fest.
Sie schlägt deshalb dem zuständigen Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) vor, in dieser Saison aus Kulanzgründen alle auf den Grünstreifen und öffentlichen Parkflächen abgestellten Laubsäcke durch den EWF einsammeln zu lassen – so, wie es vor dem Veto der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) bis 2021 gewohnte Praxis war. Die probeweise Einführung des kostenpflichtigen Laubsacks, für den Abholtermine vereinbart werden können, war nach mehreren gescheiterten Anläufen erst Ende Oktober beschlossen worden, verkauft wurde er bereits vier Wochen früher.
„Zu spät“, findet die FWG-Fraktionsvorsitzende Tanja Mester. Außerdem sei die Neuerung nicht ausreichend bekannt gemacht worden. Bis Mitte November waren 70 Laubsäcke verkauft worden, neuere Zahlen – auch dazu, ob bereits wie angekündigt Bußgelder für die illegale Entsorgung der Blätter verteilt wurden, nennt die Stadt nicht. Auf RHEINPFALZ-Anfrage teilt die Pressestelle mit: Man berate gerade intern, welche Vorschläge den Gremien zur Beseitigung des Laubs aus der Saison 2022/23 und neuen Ideen für diesen Herbst den Gremien unterbreitet werden sollen.