Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Kulturzentrum Gleis4: Neuer Standort im Gespräch

Hier an der Johann-Klein-Straße geht es für das Kulturzentrum nicht weiter. Der Mietvertrag läuft in eineinhalb Jahren aus.
Hier an der Johann-Klein-Straße geht es für das Kulturzentrum nicht weiter. Der Mietvertrag läuft in eineinhalb Jahren aus.

Im Herbst 2024 läuft der Mietvertrag für das Kulturzentrum Gleis4 in der Johann-Klein-Straße aus. Bei der Suche nach einem künftigen Standort scheint es jetzt eine neue Option zu geben.

Noch ist die räumliche Zukunft für das Kulturzentrum Gleis 4 völlig offen. Als mögliche neue Option wurde am Montagabend bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins aber eine Immobilie in der Robert-Bosch-Straße genannt. Nach Angaben von Architekt Norbert Bentz handelt es sich dabei um ein seit längerer Zeit leerstehendes Gebäude eines ehemaligen Schlachtbetriebes (Firma Müller-Sieber), das grundsätzlich geeignet sei. „Allerdings haben wir noch keine konkreten Vorstellungen.“ Ein solches Projekt lasse sich nur in Zusammenarbeit mit der Stadt verwirklichen, betonte er.

Eine Verlängerung des Mietvertrags am Alten Brauhaus ist nicht möglich. „Der Vermieter hat bereits Umbaupläne“, erklärte Geschäftsführer Tiemo Feldmann. Er machte keinen Hehl daraus, dass er am liebsten am alten Standort bleiben würde. Er sei aber optimistisch, dass es in absehbarer Zeit ein „neues Gleis4“ geben wird. Am Ende werde wohl ein Kompromiss herauskommen. Diskutiert wurde in der Vergangenheit auch ein Neubau auf dem Hofgut Petersau oder auf dem KBA-Gelände an der Lambsheimer Straße. Beiden Optionen wurden in der Versammlung kaum noch Realisierungschancen eingeräumt.

Strandbad-Open-Air noch offen

Förderverein-Vorsitzender Bernd Vogt stellte vor 15 Mitgliedern in seiner kurzen Bilanz die Unterstützung des Fördervereins bei den zwölf Open-Air-Veranstaltungen im Strandbad und beim Benefizkonzert für die Ukraine auf dem Rathausplatz heraus. Ein leichter Aufwärtstrend sei bei der Zahl der Mitglieder – von 176 auf 184 – zu verzeichnen.

12.500 Euro nahm der Förderverein im vergangenen Jahr über Mitgliedsbeiträge ein – und damit 900 Euro mehr als im Vorjahr. Dazu kamen Spenden von mehr als 40.000 Euro. Das berichtete Kassenwartin Elke Freihöfer. Auf der Habenseite verbuche der Verein 53.300 Euro. Mit einer Spende von 10.300 Euro wurde das Gleis4 unterstützt, außerdem habe der Verein dem Kulturzentrum mit zwei kurzfristige Darlehen geholfen, die teilweise in Spenden umgewandelt würden. Das aktuelle Finanzpolster des Fördervereins bezifferte die Kassenwartin mit rund 63.600 Euro.

Ob auch in diesem Sommer Open-Air-Konzerte im Strandbad veranstaltet werden, ist noch unklar. Eine Genehmigung sei beantragt, die Organisation stehe allerdings auf der Kippe, berichtete Tiemo Feldmann. Es sei deutlich schwieriger, als im vergangenen Jahr, Bands aus der Region zu verpflichten. Auch für das Strohhutfest habe es einige Absagen gegeben, weil angefragte Bands bereits ausgebucht gewesen seien.

„Finanziell entspannt“

Nicht ganz zufrieden war der Gleis4-Geschäftsführer mit dem Verlauf der Jazztage, die trotz der relativ schwachen Resonanz auch 2023 wieder organisiert werden sollen. Generell seien Konzerte im Durchschnitt nur zu 60 Prozent besucht gewesen. Partys hingegen liefen sehr gut. Das Festival der Schülerbands werde in einer Veranstaltungsreihe zum Stadtjubiläum am 25. Juni in der Erkenbertruine über die Bühne gehen. Es sei gelungen, alle Gagen und Technikkosten in Förderanträge zu verpacken. Auch personell sei Gleis4 gut aufgestellt. „Finanziell blicke ich relativ entspannt in dieses Jahr“, sagte Feldmann.

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