Kommentar Kitas: So geht’s nicht weiter

Sorgte mit Äußerungen zu fehlenden Betreuungsplätzen für Unmut bei Eltern, Kita-Personal und Kommunen: Bildungsministerin Stefan
Sorgte mit Äußerungen zu fehlenden Betreuungsplätzen für Unmut bei Eltern, Kita-Personal und Kommunen: Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD).

Wunsch und Wirklichkeit könnten bei der Kinderbetreuung nicht weiter auseinanderklaffen. Es wird Zeit, das System neu zu denken.

26.000 Kinder in Rheinland-Pfalz haben keinen Kita-Platz. Und der Bildungsministerin fällt im RHEINPFALZ-Interview vergangene Woche nichts Besseres ein, als die Verantwortung dafür den Kommunen zuzuschieben? Das ist ziemlich billig – und zu kurz gedacht. Mangelnde Förderung im Kleinkindalter schlägt einige Jahre später voll in den Schulen durch. Spätestens dann betrifft es sehr wohl das Ressort von Stefanie Hubig (SPD). Das Signal, das die Städte aus Mainz bekommen: Helft Euch selbst, sonst hilft Euch keiner. Statt um die wenigen Erzieher am Markt zu konkurrieren, wäre es vielleicht an der Zeit, Möglichkeiten der Kooperation auszuloten. Eltern jedenfalls verlieren bei dem Schwarzer-Peter-Spiel zunehmend die Geduld. Sie fordern lautstark, dass alle Beteiligten endlich Lösungen finden.

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