Frankenthal
Kinderbimmelbahn: Ab sofort steht sie auf dem Frankenthaler Weihnachtsmarkt
Auf dem Frankenthaler Weihnachtsmarkt hat bisher die Kinderbimmelbahn gefehlt, die bei den Besuchern in den vergangenen Jahren sehr beliebt war. Nun sind die Gleise verlegt, der Zug kann fahren, und Kinder können damit ihre Runden drehen: Seit Montag ist das Fahrgeschäft am Erkenbert-Brunnen geöffnet. Zusätzlich zu dem in der Nachbarschaft stehenden Karussell und dem Kinder-Winterzauber in der Erkenbert-Ruine soll der „Nostalgie-Express“ den Markt für Familien attraktiver machen.
Warum aber erst jetzt? Schließlich ist der Weihnachtsmarkt seit dem 24. November geöffnet, die Bimmelbahn hat also in Frankenthal einen ziemlichen Spätstart hingelegt. Diese Frage hat die FWG-Stadtratsfraktion der Verwaltung gestellt. Die Stadt erläutert, dass ursprünglich ein Vertrag mit einem Schausteller geschlossen und bereits unterschrieben worden sei, der die Kindereisenbahn betreiben sollte: „Allerdings hat dieser Schausteller eine Woche vor dem geplanten Aufbau des Weihnachtsmarktes mitgeteilt, dass er die Bahn auf einen anderen Markt stellt.“
Vertragsstrafe für Schausteller?
Die Stadt prüft derzeit, ob und in welcher Höhe hierfür eine Vertragsstrafe geltend gemacht werden kann. Unmittelbar nach der Absage habe man sich intensiv um Ersatz bemüht. Es gelang der Verwaltung, einen anderen Betreiber zu finden, der bereit war, seine Kindereisenbahn nach Frankenthal zu bringen. Aufgrund bereits bestehender vertraglicher Verpflichtungen auf anderen Märkten konnte diese Ersatzbahn jedoch erst jetzt zur Verfügung gestellt werden.
Mehr vom Frankenthaler Weihnachtsmarkt
Rundgang über den Weihnachtsmarkt: Treff mit den heißen Großeltern (mit Bildergalerie)
Kinder-Winterzauber in der Erkenbert-Ruine: Spaß ohne Schnee
Weihnachtsmarkt-Sperren im Geschenk-Look: Frankenthal setzt jetzt auf Löwenbanner
Auch wollte die FWG wissen, warum die Bahn nicht mehr um den Weihnachtsbaum positioniert wurde, sondern am Erkenbert-Brunnen. Laut Stadt ermöglicht die aktuelle Anordnung des Weihnachtsmarktes, die vorhandenen Flächen deutlich effizienter zu nutzen.
Fläche wird für Infrastruktur gebraucht
Der Bereich zwischen dem Weihnachtsbaum und den umliegenden Ständen ist für Besucher weitgehend nicht einsehbar und wird daher von den Beschickern für die notwendige Infrastruktur genutzt – etwa für Kühlwagen, Lagerflächen und andere logistische Zwecke.
„Stünde diese Fläche nicht zur Verfügung, müssten die Beschicker des Weihnachtsmarktes ihre Logistik für die Stände an einer anderen Stelle im Stadtgebiet platzieren“, betont die Stadt. Eine passende Fläche sei in der Innenstadt jedoch nicht vorhanden. Gäbe es sie, hätte dies weite Transportwege zu den Ständen zur Folge und würde die Abläufe für die Beschicker zusätzlich erschweren.