Frankenthal
Katastrophenschutz: Stadt druckt Broschüre für Notfälle
Auf der Internetseite der Stadt sei der Inhalt bereits seit Anfang Dezember vergangenen Jahres abrufbar, sagte Knöppel auf eine Anfrage der SPD. Die Sozialdemokraten hatten sie anlässlich des Stromausfalls von Freitag, 10. März, gestellt. Derzeit befinde sich die Druckversion des Infoblatts noch in der Korrekturschleife, so der für den Katastrophenschutz in Frankenthal zuständige Bürgermeister.
Einsatzplan aktualisiert
Im Juli vergangenen Jahres sei das Konzept für mögliche Notfälle noch einmal mit allen beteiligten Einheiten der Hilfsorganisationen besprochen und aktualisiert worden. Die Stadt habe unter anderem für den Fall einer längeren Stromunterbrechung, eines sogenannten Blackouts, zehn Satellitentelefone angeschafft, die dann der Verständigung zwischen den Hilfskräften dienen
Grundsätzlich werde bei einem Stromausfall, der zwischen 30 Minuten und einem ganzen Tag anhalte, der Vollalarm ausgerufen – so auch am 10. März. Eine Maßnahme, die dann von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und den Rettungsdiensten, ergriffen wird, ist nach Auskunft Knöppels das Besetzen der Notfallanlaufpunkte. Diese befinden sich an zentralen Orten der Stadt, beispielsweise am Rathaus- und Jakobsplatz, sowie in der Hauptfeuerwache und den Feuerwehr-Gerätehäusern der Vororte. Diese Stellen dienten nicht der Versorgung etwa von Verletzten, sondern seien für die Information und Kommunikation im Notfall gedacht.
Notstromaggregat springt an
Die acht mit jeweils eigener Stromversorgung ausgestatteten Anlaufpunkte ersetzten dann als Meldestellen auch den klassischen Notruf über die bekannten Nummern 110 oder 112. Bei dem Ereignis am Freitag vor zwei Wochen sei aber zumindest in Frankenthal der Notruf nicht ausgefallen, berichtete Bernd Knöppel. Tadellos funktioniert habe beispielsweise das von einem Dieselmotor angetriebene Notstromaggregat im Keller der Stadtklinik Frankenthal.
Dass die Wasserversorgung nach Darstellung des Bürgermeisters im Stadtgebiet etwa eine Viertelstunde unterbrochen gewesen ist, habe mit den extremen Spannungs- und Frequenzschwankungen zu tun gehabt, die bei den Stadtwerken wiederum entsprechende Schutzmechanismen ausgelöst hätten. Auch nach dem Wiederanfahren habe der Wasserdruck im Leitungssystem noch eine Weile geschwankt.