Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Forschung zu NS-Raubkunst: Wichtige Wertschätzung

Woher stammen Porzellanobjekte aus der umfangreichen Sammlung des Erkenbert-Museums? Das ist nicht immer zweifelsfrei geklärt.
Woher stammen Porzellanobjekte aus der umfangreichen Sammlung des Erkenbert-Museums? Das ist nicht immer zweifelsfrei geklärt.

Die Bewerbung für ein Pilotprojekt zu NS-Raubkunst macht deutlich: Dem Erkenbert-Museum ist es ernst mit dem Plan, ein zeitgemäßes Angebot zu machen.

Der von öffentlicher Hand finanzierte und für die Stadt kostenlose Erstcheck auf NS-Raubkunst ist eine einmalige Chance für kleinere Häuser wie das Erkenbert-Museum, sich mit der Geschichte ihrer Sammlung auseinanderzusetzen und dabei bewusst unangenehme Aspekte nicht außen vor zu lassen. Das hat Leiterin Maria Lucia Weigel erkannt – und sich mit ihrem Team erfolgreich für das in Rheinland-Pfalz neue Projekt beworben. Dass sich mit Katja Terlau eine der erfahrensten Provenienzforscherinnen Deutschlands Münzen, Porzellanfiguren und Gemälde aus Frankenthal vornimmt, ist ein wichtiger Meilenstein für das Museum auf dem Weg hin zu einem professionell aufgestellten und modernen stadtgeschichtlichen Haus. Die Wertschätzung der externen Expertin für die Frankenthaler Sammlung kann möglicherweise auch helfen, sich gegen Rufe nach einer Schließung des Erkenbert-Museums zu behaupten.

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