Frankenthal
Baugesellschaft: 33 neue Mietwohnungen
Geplant sind auf dem etwa 1,2 Hektar großen Grundstück nördlich der Innenstadt insgesamt 33 Zwei- bis Dreizimmerwohnungen mit Balkon, Fußbodenheizung, elektrischen Rollläden und zusätzlichen Abstellräumen im Kellergeschoss sowie Gemeinschafträumen für Fahrräder und Kinderwagen. Darüber hinaus sind etwa 50 Stellplätze sowie eine Spielplatzanlage im Außenbereich vorgesehen. Die drei zusammenhängenden Gebäude, die aus drei Vollgeschossen sowie einem Staffelgeschoss bestehen, sollen laut Mitteilung der Baugesellschaft Frankenthal (BGF) strenge energetische Vorgaben erfüllen und nur 55 Prozent der Energie eines vergleichbaren Standardgebäudes verbrauchen. Zur Heizung werden Wärmepumpen eingesetzt, die Dachflächen sollen begrünt und mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet werden.
Noch keine Auskunft zu Mietpreis
Die Wohnungen sollen Ende 2026 bezugsfertig sein. Für den Neubau nutzt die BGF ein eigenes Grundstück zwischen den Häusern in der Berliner Straße 38-52. Als kommunales Wohnungsunternehmen habe man den Anspruch, nicht nur attraktiven und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sondern auch ressourcenschonend mit dem vorhandenen Platz umzugehen. „Die Nachverdichtung auf dem bestehenden Areal ist daher ein sinnvoller und nachhaltiger Schritt für die BGF und Frankenthal“, wird BGF-Geschäftsführer Ulrich Gierens in einer Mitteilung zitiert. Das Projekt helfe der Stadt, Wohnraum für alle Generationen zu schaffen, sagt Oberbürgermeister Nicolas Meyer (FWG).
Ob es sich um geförderten Wohnraum handelt, dazu macht die BGF auf Anfrage keine Angaben. Das Unternehmen will zu Baubeginn auch keinen voraussichtlichen Mietpreis für die Wohnungen nennen. Dieser werde mit dem Vermarktungsstart veröffentlicht. In der Berliner Straße hat die BGF bereits 14 Gebäude mit insgesamt 95 Wohneinheiten in ihrem Bestand. Es handelt sich dabei nicht um sogenannten sozialen Wohnungsbau, für keine der Einheiten besteht eine Preisbindung. Die Kaltmiete liege zwischen 7,22 und 8,41 Euro pro Quadratmeter, teilt die BGF auf Nachfrage mit. In den vergangenen fünf Jahren habe man in der Berliner Straße für laufende Instandhaltungsarbeiten rund 260.000 Euro ausgegeben.
Stadtwerke und Kreissparkasse Heidenheim halten mit 63,2 und 11,7 Prozent gemeinsam die Mehrheit der Anteile an der Baugesellschaft Frankenthal, die rund 1900 Mietwohnungen in ihrem Bestand hat. Die Stadt Frankenthal verfügt über eine Sperrminorität von 25,1 Prozent. In der Vergangenheit wurde in der Kommunalpolitik immer wieder moniert, die BGF engagiere sich zu wenig im Wohnungsbau vor Ort.
