Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Altmaier: Vorsichtige Öffnungsschritte – falls möglich

Peter Altmaier
Peter Altmaier

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat bei einer Videokonferenz auf Einladung seines Frankenthaler Parteifreunds Christian Baldauf die Bereitschaft der Bundesregierung zu „vorsichtigen Öffnungsschritten“ signalisiert.

Voraussetzung sei allerdings, dass dann „nicht die Zahlen wieder durch die Decke“ gehen, sagte er vor rund 90 Zuhörern, darunter auch einige lokale Einzelhändler, Unternehmer und Politiker. Altmaier räumte ein, dass es viele Diskussionen über die Reihenfolge von Wiederöffnungen gab und gibt. Die seien aber seiner Auffassung nach in der Corona-Pandemie nicht zielführend: „Wichtig ist, dass wir überhaupt anfangen“, sagte der Minister. Es sei aus seiner Sicht ein „sehr kluges Konzept“, diese Entwicklung trotz anhaltend hoher Zahlen beispielsweise mit dem Einsatz von Antigenschnelltests zu begleiten.

Diese seien inzwischen gut verfügbar und anzuwenden. Denkbar sei etwa, dass Kunden mit einem negativen Testergebnis, das nicht älter als 24 Stunden ist, in Geschäften einkaufen dürften. Der Wirtschaftsminister brachte für die Innenstädte die Apotheken ins Spiel, um die Tests anzubieten. Große Akteure könnten das selbst in die Hand nehmen.

„Theke der Einzelhändler verlängern“

Zur Verbesserung der Situation der Geschäfte in Innenstadtlagen sagte der Bundeswirtschaftsminister: „Wir müssen die Theke des Einzelhändlers ins Internet verlängern“, nannte Altmaier als eine wichtige Voraussetzung, um örtlichen Fachgeschäften das Überleben zu sichern. Seiner Darstellung nach fänden dazu bereits Gespräche mit den Interessenverbänden statt. Er plädierte dafür, die unmittelbaren Folgen des seit Mitte Dezember dauernden Lockdown in diesem Frühjahr mit mehr verkaufsoffenen Sonntagen abgemildert würden.

Mike Burkhardt, Chef des Frankenthaler Kaufhauses Birkenmeier, sah in einem Statement in der Videorunde die „Unglaubwürdigkeit der Politik“ durch unklare Entscheidungen und ausbleibende Finanzhilfen für Unternehmen angekratzt. Altmaier widersprach diesem generellen Eindruck, räumte aber Verzögerungen ein.

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