Frankenthal Acht neue Fahrzeuge für Feuerwehr und Katastrophenschutz
Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) sprach von einem freudigen Ereignis für die Freiwillige Feuerwehr und die gesamte Frankenthaler Blaulichtfamilie. Die Vielzahl der Fahrzeuge sei darauf zurückzuführen, dass die letzte offizielle Übergabe vor der Pandemie stattgefunden habe. Dankend hob Knöppel die Unterstützung des Stadtrats hervor.
„Wir werden weiter in den Katastrophenschutz investieren“, sagte der Bürgermeister. So sollen unter anderem ein weiterer Rüst- und Gerätewagen für Gefahrgut, ein Mannschaftstransportfahrzeug sowie ein mobiler Stromerzeuger angeschafft werden. Probleme bereiteten derzeit die sehr langen Lieferzeiten.
Praxistest bereits bestanden
Man habe mit einer guten Tradition gebrochen, da die Übergabe der Fahrzeuge erst nach ihrer Indienststellung erfolge, erklärte Thomas Bader vom Presseteam der Feuerwehr. Alle Neuerwerbungen hätten ihren Praxistest bereits bestanden und sich bei mehreren Einsätzen bewährt. Mit rund 375.000 Euro die teuerste Anschaffung ist das Mehrzweckfahrzeug – von Meik Kießlich, dem bei der Feuerwehr zuständigen Sachgebietsleiter Technik, als „leistungsfähiger Allrounder“ vorgestellt. Es verfüge über eine integrierte Seilwinde und sei auch mittels Gabelstapler zu beladen.
Den Johannitern wurde für ihre Schnelleinsatzgruppe Betreuung ein Mannschaftstransportfahrzeug mit neun Sitzplätzen – Kostenpunkt: 91.000 Euro – übergeben. Ein ähnliches Gefährt sollen auch die Malteser erhalten, sie müssen sich allerdings wegen Engpässen bei der Beschaffung noch etwas gedulden.
Vorreiterrolle für Hundestaffel
Deutlich verbessert wurden die Möglichkeiten für die Rettungshundestaffel, nachdem das Land Rheinland-Pfalz für diese Facheinheit der Feuerwehr zwei neue Gerätewagen finanziert hat. Sie haben rund 90.000 Euro gekostet und waren bereits bei der Flutkatastrophe im Ahrtal im Einsatz. Ausgestattet mit 150-PS-Dieselmotoren und einer Standheizung können die Fahrzeuge jeweils vier Hunde in Boxen transportieren und bieten Platz für die Hundeführer. „Wir setzen neue Maßstäbe und übernehmen landesweit eine Vorreiterrolle“, hob Gisela Böhmer, Landesbeauftragte für das Rettungshundewesen, hervor.
Bereits gute Dienste hat das für 41.000 Euro angeschaffte variabel einsetzbare Transport- und Logistikfahrzeug geleistet. Es verfügt über Allradantrieb, eine Ladefläche und kann bis zu 75 Zentimeter tief in Wasser eintauchen. Bleibt noch das Mehrzweckboot, das ein ausgemustertes Vorgängermodell aus den 1980er-Jahren ersetzt. Dank Aluminiumbauweise liege es auch bei starkem Wellengang stabil im Wasser, erläuterte Gisela Böhmer. Eine Funkanlage gehört ebenso zur Ausstattung wie ein automatisches Identifikationssystem und ein Ansaugstutzen zur Wasserentnahme. Der Antrieb erfolgt mit zwei 100-PS-Außenbordmotoren. Zum Rhein transportiert wird das 110.000 Euro teure Wasserfahrzeug mittels Trailer. Im Sommer war es bei einem Schiffsbrand und einem Bootsunfall bereits im Einsatz.