Donnersbergkreis Zur Sache: Winnweilerer Wooge

Von Alsenbrück bis ans Winnweilerer Schloss reichte der „Mühlwoog“ beziehungsweise „Neue Woog“, der zwischen 1394 und 1740 im Alsenztal beurkundet ist. Der Weiher war etwa 44 Morgen groß, wie der Winnweilerer Heimatforscher Werner Rasche in seiner Ortschronik berichtet. Das entspreche einer Länge von etwa einem Kilometer, erläutert Karl Baus vom „Bürgertisch Weiherwiesen“ der RHEINPFALZ. Das Gewässer bildete zugleich den Durchfluss der Alsenz, die ab Winnweiler weiter Richtung Rockenhausen verlief. Etwa im gleichen Zeitraum existierte der „Alte Woog“ (etwa 22 Morgen) im Lohnsbachtal. Beide lieferten nicht nur große Fischmengen – der „Alte Woog“ etwa 15 Zentner Weißfische, neun Zentner Schleie oder 8,5 Zentner Karpfen im Jahr 1677 –, sondern betrieben über Ableitungen auch Mühlen, darunter die im Schloss. Weitere acht Weiher sind zur damaligen Zeit im Raum Winnweiler dokumentiert. Sie wurden laut Baus meist unter der Herrschaft Napoleons aufgelassen und das Land an Bauern verkauft. Rasche schreibt hierzu: „In der heutigen Zeit wäre der Freizeitwert solcher Wooge und ihre Bedeutung für die Natur und Landschaft wesentlich höher anzusehen als der Wert der meist schlechten Wiesen, die bei der Auflösung der Wooge gewonnen wurden.“
