Donnersbergkreis Zur Sache: Die Geschichte des Hochsteiner Kreuzes

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Errichtet wurde das erste Hochsteiner Kreuz von Johannes Hag und seiner Gattin Mariann im Jahr 1767. Dies geht aus der lateinischen Inschrift im Originalsockel hervor. Übersetzt steht dort neben den Namen die Aufschrift „Ruhm und Lob meinem Gott in der Höhe“. Der Überlieferung nach hatte sich Johannes Hag als Amtsbote des Winnweilerer Schlosses bei einem Dienstritt nach Luxemburg im Soonwald verirrt. Er gelobte in seiner Not, ein Steinkreuz zu stiften, wenn er heil den richtigen Weg wieder finden würde. Er fand den Weg und erfüllte im Jahr 1767 sein Gelübde. Im August 1969 wurde das Steinkreuz dann mutwillig zerstört. Es blieb nur noch der Sockel mit seiner Inschrift stehen. Im Jahr darauf wurde ein neues Kreuz auf dem alten Sockel errichtet und eingeweiht. Seit 1981 wird das Kreuz auf Initiative des Verkehrsvereins Winnweiler allabendlich angestrahlt. Im Frühjahr 2006 wurde das Kreuz vom Blitz getroffen. Damals wurde das Denkmal oberhalb des Querbalkens stark beschädigt. Für rund 6000 Euro hatte der Winnweilerer Steinmetzbetrieb Woll das Steinkreuz repariert. Fast zeitgleich wurde zum dritten Mal der das Kreuz anstrahlende Scheinwerfer gestohlen. Für die Reparatur gingen bei der Kommune zahlreiche Spenden ein. Völlig zerstört wurde das Kreuz im August 2011 durch einen erneuten Blitzeinschlag. Auch hierbei blieb nur der Sockel mit seiner Inschrift verschont. Die Wiederherstellung sollte 7000 Euro kosten, und schnell kamen Spenden von 5000 Euro zusammen. Der Steinmetzbetrieb Pfannenstein in Winnweiler erklärte sich bereit, das Steinkreuz auf eigene Kosten wieder aufzubauen. Mit den Spendengeldern konnte daher eine Blitzschutzanlage finanziert werden. Im April 2012 war Einweihung, und einen Monat danach wurde das Kreuz weiß angestrichen. Das heutige Sandsteinkreuz, im Jahr 2012 erstellt, hat einschließlich Sockel eine Höhe von 4,35 Meter und eine Breite von 1,50 Meter. Sein Gewicht ohne Sockel liegt bei 865 Kilogramm. Schon wenige Jahre nach der Aufstellung des Steinkreuzes rankten sich die ersten Sagen darum. Es ging darin um einen Reiter, in einer anderen um einen Jäger, und auch von einem Grafen von Falkenstein war die Rede. Die vermutlich erste schriftliche Fassung der Sage stammt von dem Lehrer und Dichter Wilhelm Kilzer. Diese Version ist in einer 1846 erschienenen Sagensammlung abgedruckt. Demnach sei ein Reiter bei Finsternis durch den Wald gejagt. Sein Pferd machte plötzlich halt und zwang den Reitersmann zur nächtlichen Rast. Am nächsten Morgen stellte er fest, dass er direkt vor einem Abgrund stand. Zum Dank für seine Rettung ließ er das Kreuz erbauen.

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