SIPPERSFELD RHEINPFALZ Plus Artikel Zum Geldabheben künftig nach Winnweiler: Sparkasse gibt ihre Filiale auf

Ab kommendem Jahr geschlossen: die Zweigstelle der Sparkasse Donnersberg in Sippersfeld.
Ab kommendem Jahr geschlossen: die Zweigstelle der Sparkasse Donnersberg in Sippersfeld.

Die Sparkassen-Filiale in der Dorfmitte wird zum Jahresende geschlossen. Dort wirtschaftlich sei der Betrieb nicht mehr darstellbar, sagt die Sparkasse Donnersberg. Ein Geldautomat als Ersatz ist kein Thema.

Mit einem Aushang an der Tür der Filiale werden die Kunden auf die Schließung hingewiesen. „Wir haben uns bei der Entscheidung für die Schließung der Geschäftsstelle Sippersfeld natürlich mit den Konsequenzen für unsere Kunden auseinandergesetzt“, erläutert Frank Holzheimer vom Vorstandssekretariat der Sparkasse Donnersberg auf Anfrage der RHEINPFALZ – und weiter: „Im Ergebnis haben wir uns nach Abwägung aller Umstände aber für die Schließung der Filiale entschieden.“

Immer weniger Kunden

In den vergangen Jahren habe sich die Zahl der Kunden immer weiter reduziert, die ihren Bankgeschäfte in der Geschäftsstelle Sippersfeld nachgegangen sind. „Schon seit einigen Jahren haben wir im Interesse unserer Kunden die Geschäftsstelle trotzdem aufrechterhalten“, sagt Holzheimer. Die Kundenfrequenz befinde sich aktuell allerdings auf einem Niveau, auf dem eine weitere Öffnung aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht mehr darstellbar sei. Die Öffnungszeiten der Sparkasse in Sippersfeld bis zum Jahresende umfassen noch die Zeiträume montags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr und dienstags und freitags von 14 bis 16 Uhr.

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Bargeld gibt es erst wieder in Winnweiler

Als nächstliegende Geschäftsstelle, an der Kunden sich mit Bargeld versorgen können, stehe die Filialdirektion in Winnweiler zur Verfügung. Dort biete die Sparkasse neben den Service- und Kassendienstleistungen auch Beratungsleistungen an. Daneben stünden den Kunden die Mitarbeiter der Geschäftsstelle in Rockenhausen per Telefon oder online zur Seite. „Dort können unter anderem Überweisungen per telefonischem Auftrag aufgegeben werden“, erläutert Holzheimer.

In der Filiale in Sippersfeld stand schon bislang kein Geldausgabeautomat zur Verfügung. Auch weiterhin werde es dort keinen Automaten geben. Dies begründet die Sparkasse mit der steigenden Anzahl von Kartenzahlungen und der Nutzung von Zahlungen mit dem Smartphone – die Bargeldverfügungen an Geldautomaten stagnierten im gesamten Bankenbereich.

Keine mobile Zweigstelle mehr

Die Mitarbeiterinnen, die bisher in Sippersfeld beschäftigt waren, wechseln zum 1. Januar in die Niederlassung Winnweiler. Dort stehen sie den bisherigen Kunden aus Sippersfeld als Beraterinnen weiterhin zur Verfügung. Zudem bestehe die Möglichkeit, bei Bedarf Beratungstermine bei den Kunden vor Ort vorzunehmen, informiert Holzheimer. Die Sparkasse bietet außerdem den Service für die ältere Kundschaft, Bargeld über die Geschäftsstelle Winnweiler nach vorheriger Terminabsprache in gewissem Umfang nach Hause geliefert zu bekommen. Dies sei allerdings nur in Ausnahmefällen möglich, wenn der Kunde keine Möglichkeit habe, sich zu versorgen oder selbst zur nächsten Geschäftsstelle zu kommen. Schon bislang sei die Zweigstelle Sippersfeld der Filialdirektion Winnweiler zugeordnet gewesen, so dass die beiden Mitarbeiterinnen bereits teilweise von Winnweiler aus tätig seien.

In ihrem Rundschreiben an die ältere Generation hatte Ortsbürgermeisterin Martina Lummel-Deutschle bedauert, dass auch die Gemeinde vom Schritt der Sparkasse erst erfahren habe, als die Entscheidung längst gefallen gewesen sei. Die Alternative, eine „Mobile Filiale“ in Sippersfeld einzusetzen, besteht auch nicht mehr: Schon zum 1. Juli hatte die Sparkasse diese wegen sehr schwacher Frequentierung außer Betrieb gesetzt.

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