Rockenhausen Ziel: Ende 2023 kann am Neuberg gebaut werden

Unterhalb des Inkelthalerhofs (links oben) – Sitz des Evangelischen Diakoniewerks Zoar – soll am westlichen Rockenhausener Stadt
Unterhalb des Inkelthalerhofs (links oben) – Sitz des Evangelischen Diakoniewerks Zoar – soll am westlichen Rockenhausener Stadtrand ein neues Baugebiet entstehen. Derzeit wird ein Bebauungsplan erstellt.

Der Engpass ist bekannt, an der Behebung wird schon seit einiger Zeit gearbeitet. Zu sehen ist vom künftigen Rockenhausener Baugebiet am Neuberg zwar noch nichts. Doch die Planungen im Hintergrund laufen. Und an einem Ziel will die Stadt festhalten.

Derzeit werde für das am westlichen Stadtrand gelegene Areal der Bebauungsplan erstellt – „mit allen Unwägbarkeiten, die es in so einem Verfahren geben kann“, sagte erster Beigeordneter Werner Dietz auf Anfrage der RHEINPFALZ. Gleichwohl seien bislang unliebsame Überraschungen ausgeblieben – und nicht nur die Stadtspitze um Bürgermeister Michael Vettermann hofft inständig, dass dies so bleiben wird. Denn der Mangel an Bauplätzen in Rockenhausen ist so groß wie der Bedarf.

Hintergrund ist, dass im 2005 erschlossenen Römerhof mittlerweile alle der einst 55 Grundstücke vergriffen sind. Wie mehrfach berichtet, hatte der Stadtrat im Vorjahr auf der Basis einer Wohnraumstudie beschlossen, dass in Verlängerung der Straße „Am Pfingstborn“ und nahe des Römerhofs neues Bauland erschlossen werden soll. Die Firma IGR hatte zuvor zwei weitere Gebiete untersucht: den Wallberg oberhalb von Friedhof/Donnersbergstraße und das Gelände in Verlängerung des Morbacherwegs am südlichen Stadteingang.

30 bis 40 Bauplätze möglich

Die vermutete schnelle Umsetzbarkeit hatte letztendlich den Ausschlag für den Neuberg gegeben. Auf der zirka drei Hektar großen Baufläche können jedoch lediglich 30 bis 40 Bauplätze entstehen. Die Fraktionen waren sich deshalb einig, dass auch die Planungen für Wallberg und Morbacherweg nahtlos fortgesetzt werden – um einem erneuten Ausverkauf der Grundstücke frühzeitig vorzubeugen.

Zunächst steht aber der Neuberg auf der Agenda. Noch in diesem Jahr, so betont Dietz, soll der Entwurf des Bebauungsplans im Bauausschuss diskutiert und gegebenenfalls dann vom Stadtrat verabschiedet werden. Die für die Erstellung notwendig Untersuchungen – beispielsweise naturschutzrechtliche Belange betreffend – seien durchgeführt worden. „Es kann aber durchaus sein, dass die zuständigen Behörden weitere Studien verlangen“, so der Beigeordnete.

Unwägbarkeiten bei Erschließung

Und selbst wenn der Bebauungsplan erhofft zügig unter Dach und Fach gebracht werden kann, gibt es weitere Unbekannte in der städtischen Rechnung: Für die Erschließung braucht es die entsprechenden Fachfirmen, deren kurzfristige Verfügbarkeit jedoch bekanntlich vielerorts eingeschränkt ist. Volle Auftragsbücher, Fachkräftemangel und Lieferschwierigkeiten beim benötigten Material sind nur einige der Gründe, die zu Verzögerungen führen.

Dennoch hält die Stadt zumindest vorerst an ihrem ursprünglichen Bestreben fest: „Unser Ziel ist es nach wie vor, dass die künftigen Eigentümer Ende 2023 mit dem Bauen beginnen können“, sagt Dietz. Das Interesse an Wohnraum in Rockenhausen ist hoch, wie auch folgende Zahl zeigt: Laut Stadtchef Vettermann gibt es bereits 15 Voranfragen für den Neuberg – obwohl dort noch kein einziger Spatenstich erfolgt ist. Das soll sich nun aber so schnell wie möglich ändern.

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