Donnersberger Echo RHEINPFALZ Plus Artikel Wochenendkolumne: Aktionstage mit wenigen Parkplätzen und ein Herbstfest light

Parkdeck Kibo: Am Freitag waren alle Etagen gesperrt.
Parkdeck Kibo: Am Freitag waren alle Etagen gesperrt.

„Heimat shoppen“! „Kibo parken“?

Sicher, Kreis-Wirtschaftsförderer Reiner Bauer lag natürlich richtig mit seiner Prognose, dass die Verkehrsbelastung in Kirchheimbolanden zum „Heimat shoppen“-Wochenende nicht mit jener bei Großveranstaltungen wie dem Resifest oder dem Christkindlmarkt vergleichbar sein würde. Ganz so einfach war’s aber am Freitag tatsächlich nicht, einen Parkplatz zu ergattern. Erst wenn das Parkdeck geschlossen ist – weil es (wie jetzt) einer Reinigung bedarf –, zeigt sich, wie sehr selbiges vonnöten ist für die Parksituation in der Kreisstadt.

Nun gut, der Termin für die große Sauberkeitssause stand bereits seit April fest – lange bevor an „Heimat shoppen“ zu denken war. Im April übrigens, hat „Parken in Kibo“-Chef Stefan Lederle berichtet, war das Großreinemachen schonmal verschoben worden, weil die Geschäftswelt damals gerade ihre Pforte wieder hatte öffnen dürfen nach corona-bedingter Zwangspause.

Für „Heimat shoppen“ hatte der Initiator, die Industrie- und Handelskammern, das zweite Septemberwochenende als Termin für die Aktionstage empfohlen. Allerdings haben nicht wenige Kommunen ein späteres Aktionswochenende auserkoren. Wenngleich also kein unlösbares Verkehrschaos zu befürchten stand, hätte wohl dennoch die Möglichkeit bestanden, einen Ausweichtermin zu wählen. Denn zwar gab (und gibt es auch heute und teilweise morgen noch) Aktionen in insgesamt elf Gemeinden im Donnersbergkreis – aber naturgemäß gibt es in Kibo besonders viele Geschäfte, die sich beteiligen.

Hoffentlich tut’s dem erhofften Zulauf keinen Abbruch – denn wie wichtig die lokalen Geschäfte, Dienstleister und Gastronomen für jeden Stadt und jeden Ort sind, das sollte allen klar sein. Insofern: eine schöne Aktion; schön, dass der Donnersbergkreis dabei ist. Die Sache mit den Parkplätzen ist halt ein wenig unglücklich gelaufen – zumal die Wege in Kibo nicht so weitläufig und so verschlungen sind, dass solche Infos irgendwo auf ihnen verloren gehen müssten. Zwischen Kreishaus und Parkdeck besteht sogar Sichtkontakt.

Rockenhausen: „Herbstfest light“

Irgendwie haben sie es in Rockenhausen ja doch hinbekommen. Es ist selbstredend corona-bedingt kein Herbstfest mit voller Schlagzahl, aber immerhin ein „Herbstfest light“. Die Weinverkostung gab’s wie im Vorjahr in der Online-Version – das ist ja innerhalb kurzer Zeit in fast allen Lebensbereichen zum Standard geworden. Am Sonntag steht beim FVR und im Schlosspark noch das eine oder andere an, und am gesamten Wochenende öffnet der Rummelplatz. Ein „Herbstfest light“ zwar, aber immerhin haben es die Beteiligten geschafft, ein „Herbstfest zero“ zu vermeiden.

Und als ob die Organisation einer Veranstaltung in Zeiten wie diesen nicht schon in der Planungsphase jede Menge Flexibilität verlangen würde, gab’s jetzt kurz vor knapp wieder eine von außen auferlegte Planänderung: Auf dem Rummelplatz sollte ursprünglich zwar die Besucheranzahl begrenzt werden, allerdings keine 3G-Pflicht bestehen (nur getestete, geimpfte oder genesene Besucher). Das ist aber mit der neuen Landesverordnung hinfällig. Diese Verordnung gilt übrigens ab Sonntag, samstags darf noch jeder auf den Rummel. Auch das hat bei den Verwaltungen in den vergangenen Tagen noch für so manch Aufruhr gesorgt.

Bleibt einfach zu hoffen – nicht nur für die Rockenhausener, sondern für alle im Land –, dass es im Jahr 2022 wieder einfacher wird mit der Veranstaltungsplanung. Und wir statt eines Light-Herbstfestes wieder eines mit allem erleben dürfen: mit Kalorien, Koffein, Gluten, Laktose und allem, was zu einem Fest dazugehört – und natürlich mit scharf ...

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