Donnersbergkreis
Einkaufsbummel daheim
Einzelhandel und Gastronomie waren von den Schließungen in Coronazeiten stärker betroffen als viele andere Branchen. „Aus diesem Grund hatten wir in diesen Zeiten einige Wirtschaftsforen für diese Bereiche. Dabei ging es um die Fragen, wie sich ein Unternehmen aufstellen kann, damit es besser wahrgenommen wird, und wie es seine Onlineverfügbarkeit verbessern kann.“ Nach Ansicht von Reiner Bauer, im Donnersbergkreis für Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung zuständig, ist damals die Basis für eine engere Zusammenarbeit und für Gemeinschaftsaktionen im Kreis gelegt worden. In Coronazeiten habe sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass es eben nicht nur um die Entscheidung geht, in welcher Stadt die Menschen einkaufen, sondern darum, ob sie im Internet oder lokal einkaufen.
„Dann hat uns die IHK mit dem ,Heimat shoppen’ das passende Produkt angeboten,“ so Bauer. Mit den beiden Tagen am Freitag, 10. und Samstag, 11. September soll der Startschuss für eine bundesweite Aktion gegeben werden, die in ein Dauerprojekt übergehen soll mit dem Ziel, die Einkaufszentren zu beleben und das Einkaufen zum Erlebnis zu machen, also genau das zu bieten, was ein Onlinehändler eben nicht kann. Erste Rückmeldungen hätten gezeigt, so Prisca Keiper von der Wirtschaftsförderung des Kreises, dass Kirchheimbolanden, Rockenhausen, Eisenberg und Winnweiler sich beteiligen wollen. Unklar sei noch die Beteiligung von Obermoschel und Göllheim. Im Moment gehe es noch darum, dass die Gewerbevereine Interessenten zusammenführen und Ideen für die Aktionstage sammeln.
Keine Ideen-Grenzen gesetzt
Beteiligen können sich die Betriebe laut Keiper beispielsweise mit einer Modenschau vor dem Laden, einem Luftballon-Wettbewerb, einer Verkostung, mit Sekt-Ausschank, oder Foto-Aktionen. Nur die Corona-Regeln könnten den Ideen Grenzen setzen.
Damit rund um den Erlebniseinkauf etwas geboten werden kann, stellt die Wirtschaftsförderung den Betrieben eine finanzielle Unterstützung zur Verfügung, mit der beispielsweise Musikgruppen oder Künstler gebucht werden können. „Es ist zwar keine riesige Summe, aber es geht ja darum, möglichst Gruppen oder Vereine aus der Region zu beteiligen, und nicht irgendwelche Stars anzuheuern“, so Bauer.
Auch für Anbieter von Kunst oder Genussmitteln seien die Aktionstage eine Chance, sich vorzustellen, so Bauer. „Es ist ja auch der Charme einer kreisweiten Initiative, dass man die Einkaufswelt im gesamten Kreis entdecken kann.“
Zum ersten Mal dabei
Der Donnersbergkreis ist zum ersten Mal bei ,Heimat shoppen’ dabei. An Ständen und Pavillons wollen die Wirtschaftsförderung des Kreises und die Gewerbevereine Präsenz zeigen, und laut Bauer ist auch ein Gewinnspiel in Vorbereitung. Wo möglich, wollen man sich an die Wochenmärkte begleitend anschließen.
Betonen wolle sie, so Keiper, dass es bei dieser Aktion auch nicht alleine um das schöne Einkaufserlebnis gehe. Einzelhändler, Dienstleister und Gastronomen sorgten schließlich auch für Arbeits- und Ausbildungsplätze und dafür, dass die Städte lebenswert bleiben. Bei allen Aktionstagen gehe es also immer darum, die Bedeutung des lokalen Einkaufs für die Lebensqualität in den Städten, Gemeinden und Regionen mehr ins Bewusstsein zu rücken.
Die Aktion „Heimat shoppen“ wurde im Jahr 2014 von der IHK Mittlerer Niederrhein ins Leben gerufen. Inzwischen machen mehr als 400 Kommunen in neun Bundesländern mit.
Info
Die Teilnahme ist für Betriebe kostenlos, die IHK Pfalz liefert Tüten, Aufkleber, Plakate, und das Wirtschaftsforum Donnersberger Land (vertreten durch die Kreisverwaltung Donnersbergkreis, Sparkasse Donnersberg und Volksbank) übernimmt die Kosten für die Werbung, die Flying Banner (große Fahnen an den Ständen), die Give-aways (Notiz-Blöcke, Kulis), die Flyer und das Gewinnspiel. Anmeldeschluss ist der 10. August. Anmeldungen bei Manuela Schatto: manuela.schatto@sparkasse-donnersberg.de und Prisca Keiper: prisca.keiper@sparkasse-donnersberg.de.