Rockenhausen RHEINPFALZ Plus Artikel Werksleitung freigestellt: Personalie bei Adient hinterlässt Fragezeichen

Adient in Rockenhausen muss eine neue Werksleitung finden.
Adient in Rockenhausen muss eine neue Werksleitung finden.

Überraschend hat sich der Automobilsitzhersteller von Werkleiter Guido Herkenrath getrennt. Über die Freistellung wird viel spekuliert, in Rockenhausen sucht man indes nach einem Nachfolger.

Im ohnehin bereits krisengebeutelten Werk des Automobilsitzherstellers Adient in Rockenhausen kam es zuletzt zu einer überraschenden Personalie in der Werksleitung. Guido Herkenrath, Werksleiter in Rockenhausen, wurde von seinen Aufgaben freigestellt. Bis auf Weiteres gibt es eine Interimslösung in der Leitung, die intern besetzt wurde, wie Adient-Pressesprecherin Annika Wiertz auf RHEINPFALZ-Nachfrage bestätigte. Über die Hintergründe der überraschenden Freistellung wird rund um das Adientwerk viel spekuliert. Verschiedene Anschuldigungen wollte und wird Adient hingegen nicht kommentieren. „Adient äußert sich generell nicht zum Beschäftigungsstatus seiner Belegschaft, einschließlich der Gründe und Umstände, die beim Verlassen einer Firma vorliegen könnten“, so Wiertz.

Neue Leitung muss große Aufgaben angehen

Fest steht jedoch, dass Adient in Rockenhausen nun nach einer neuen Leitung suchen muss. Und das in Zeiten, die für das Werk ohnehin nicht einfach sind. Aktuell laufen erneut Stellenkürzungen. Bis Ende September des kommenden Jahres sollen 125 Stellen, also ein Achtel der noch existenten 1000 Arbeitsplätze in Rockenhausen, wegfallen. Bereits während der Pandemie fielen 270 Stellen weg. Die Gründe dafür sind vielfältig, gehen aber auch auf eine sinkende Nachfrage zurück und darauf, dass Adient während der Pandemie Teile der Produktion nach Asien verlegt und so den Standort Rockenhausen geschwächt hatte.

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