Donnersbergkreis Vorbildliches Miteinander

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Die Verbandsgemeindefeuerwehr Winnweiler mit ihren Ortsfeuerwehren nimmt im Land eine Vorreiterstellung ein und verfügt über einen hohen Ausbildungsstand. Dieses Resümee jedenfalls zogen VG-Bürgermeister Rudolf Jacob (CDU), oberster Chef des Feuerwehrwesens und des Brandschutzes, sowie die Führungskräfte beim Kameradschaftsabend in der Imsbacher Gemeindehalle. Im Mittelpunkt standen Ernennungen, Beförderungen und Ehrungen.

Das Kerngeschäft der Feuerwehren seien die Übungen und Einsätze, betonte Jacob in seiner Begrüßung. Im vergangenen Jahr verzeichnete die VG-Feuerwehr die bislang meisten Einsätze, die Tendenz sei steigend. Dazu haben die vielen Hochwassereinsätze im Frühsommer beigetragen. Im Mai und Juni seien die Wehrleute fast täglich im Einsatz gewesen. Besonders lobte Jacob die Zusammenarbeit der Ortsfeuerwehren. Als Beispiel nannte er einen Tag, an dem die Wehrleute neben einem Hochwassereinsatz noch einen Hausbrand nach einem Blitzeinschlag zu bewältigen hatten. Vorbildlich sei das Miteinander mit benachbarten freiwilligen Feuerwehren. Dies gelte auch für die US-Armee-Feuerwehr Rheinland-Pfalz, die durch ihren Leiter Marshall Fiedler und Stellvertreter Andreas Grawert beim Ehrenabend vertreten war. Der Anstieg der Einsätze verlange von den Beschäftigten mehr als nur die volle Arbeitskraft. Lob gab es für Gerätewart Martin Buhrmann, der gerade während der Hochwasserphase stark beansprucht war. Den hohen Ausbildungsstand der Wehrleute macht Jacob an einem Einsatzbeispiel deutlich: Nach der Löschung eines Dachstuhlbrands durch Wehrleute aus der VG sei das betroffene Haus noch immer bewohnbar. Mit der Einstellung eines hauptamtlichen Wehrleiters zum 1. Februar 2017 habe Winnweiler nun eine Vorreiterstellung im Land, so der Bürgermeister. In seinem letzten Bericht als Wehrleiter dankte Robert Blanz für die stets vorhandene Unterstützung und die Hilfsbereitschaft. „Wir haben einiges erreicht“, so Blanz. Der hohe Ausbildungsstand der Feuerwehrkameraden mache ihn stolz. Ein Wehrleiter habe in vielen Belangen große Verantwortung. Den Weg ins Hauptamt bezeichnete er daher auf Dauer gesehen als unumgänglich. Der Abschied falle ihm nicht leicht, „aber er ist ein wichtiger Schritt“, so Blanz. Fast 20 Jahre trug er als Wehrleiter die Verantwortung, war zuvor stellvertretender Wehrleiter. In Zukunft wird er beratend zur Verfügung stehen. Christian Füllert, der die Stelle des hauptamtlichen Wehrleiters antreten wird, betonte, dass die gemeinschaftliche Gefahrenabwehr an Bedeutung gewinne. Um deren Ansprüchen gerecht zu werden, bedürfe es gezielter Übungen. Er dankte den Wehrführern, die sich für ihn als hauptamtlichen Wehrleiter ausgesprochen haben. Sein Ziel sei der Erhalt aller Feuerwehreinheiten im Bereich der VG. Die Hochwassereinsätze, so Füllert, hätten das gute Miteinander gezeigt. Die Kontaktpflege unter benachbarten Wehren sei wichtig. Er hoffe, dass sich noch mehr junge Menschen in der Feuerwehr engagieren. Bürgermeister Jacob nahm einige Ehrungen vor und sprach zahlreiche Beförderungen aus. Für 45 Jahre bei der Feuerwehr erhielt Wolfgang Buhrmann die Ehrenuhrkunde und das Ehrenzeichen in Gold. Daneben gab es noch je fünf Ehrungen für 35 und 25 Jahre (siehe „Zur Sache“). Einen Wechsel gab es bei der Jugendfeuerwehr in Imsbach. Ronny Königsamen folgt Kevin Wiley als stellvertretender Jugendfeuerwehrwart. Neuer Sicherheitsbeauftragter der VG-Feuerwehr Winnweiler ist Patrick Hahn aus Steinbach. Kevin Wiley nutzte den Abend für lobende Worte an seine Kameraden. Sie hatten ihn beim Einsturz einer Baugrube aus einer misslichen Lage befreit und ihm das Leben gerettet. |llw

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