Donnersbergkreis Traglufthallen über dem Schwimmbad – eine Idee für den Donnersbergkreis?

„Moby Dick“ heißt die Traglufthalle, die sich im Neustadter Stadionbad über das 50-Meter-Becken spannt.
»Moby Dick« heißt die Traglufthalle, die sich im Neustadter Stadionbad über das 50-Meter-Becken spannt.

Ein weiteres Schwimmbad neben dem Kibobad, das im gesamten Jahresverlauf nutzbar ist – was erstmal ziemlich weit hergeholt klingt, beschäftigt in der Tat derzeit die Verantwortlichen im Kreis. Und das hat einen ernsten Hintergrund: nämlich den, dass immer weniger Kinder und Jugendliche richtig schwimmen lernen. Bei einem Workshop von Donnersberger Sportvereinen, zu dem der Sportbund Pfalz sowie der Kreis eingeladen hatten, war dies als Problem ausgemacht worden – und die begrenzten Schwimmmöglichkeiten in den Wintermonaten als eine Ursache gleich mit dazu.

„Stehen am Anfang des Überlegungsprozesses“

Und so haben Delegationen aus dem Donnersbergkreis bereits das Wormser Heinrich-Völker-Bad sowie das Taubertsbergbad in Mainz besichtigt, wo sogenannte Traglufthallen über den Freibädern aufgebaut sind. Am Mittwoch steht noch ein Besuch im Schwimmbad in Mainz-Mombach an. Die Fragestellung: Ist eine Traglufthalle – eine aufgeblasene, luftdichte Überdachung – auch eine Option für eines der Bäder in Winnweiler, Rockenhausen oder Eisenberg?

Die Anschaffungskosten dürften im sechsstelligen Bereich liegen. Landrat Rainer Guth, für den „das Thema Schwimmfähigkeit von sehr großer Bedeutung“ ist, sagt: „In Zeiten leerer Kassen müssen womöglich auch kreative Lösungen gefunden werden.“ Man stehe „noch am Anfang des Überlegungsprozesses“, betont er – es handelt sich also erstmal um eine Phase der Ideenfindung. Wegen der zurückgehenden Schwimmkenntnisse hatte in diesem Jahr schon die Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden die Zahl der Schwimmkurs-Plätze im Kibobad von 48 auf 192 erhöht.

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