Kirchheimbolanden RHEINPFALZ Plus Artikel Thomas Mayr verärgert: „Habe der Stadt ein Geschenk von 34.000 Euro gebracht“

Ein solches Bronzerelief – wie hier in Erfurt – soll auch Kirchheimbolanden bekommen. Thomas Mayr, der die Idee dazu hatte, ist
Ein solches Bronzerelief – wie hier in Erfurt – soll auch Kirchheimbolanden bekommen. Thomas Mayr, der die Idee dazu hatte, ist nicht glücklich mit dem Schlossplatz als Standort für die Skulptur.

Er sei „mehr als unglücklich“ mit dem Schlossplatz als Standort für das Bronzerelief der Stadt Kirchheimbolanden, sagt Thomas Mayr, der Initiator des Projekts. Er fühle sich düpiert, schließlich sei er es, der „der Stadt ein Geschenk von 34.000 Euro gebracht“ habe.

Seiner Meinung nach „hätte die Plastik einen Ort verdient, der entweder bereits stärker frequentiert wird“ – Mayr plädiert nach wie vor für den Römerplatz –, oder „einen Ort mit stimmungsvoller Umgebung“. Da hätte sich der Initiator einen Platz vor dem Schloss, im Herrngarten oder vor der Stadthalle vorstellen können. Beides sei beim gewählten Platz nicht gegeben. Dieser sei eher gewählt worden, „weil es dort genügend Fläche gibt und sich die Plastik unkompliziert aufstellen lässt“.

Mayr stimmt gegen Schlossplatz

Er fühle sich düpiert, konstatiert Mayr. „Unbeachtet blieb bei der Wahl des Standorts, dass ich es bin, der der Stadt hier ein Geschenk von 34.000 Euro bringt (auch wenn es von Sponsoren finanziert wird). Meine Stimme erlangte aber kein Gewicht“. Er berichtet von jahrelanger Akquise von Sponsoren und deren Betreuung, von der Kontaktaufnahme und späteren Betreuung des Künstlers, von Organisation, Logistik und Öffentlichkeitsarbeit, die er geleistet habe. Auch die inhaltliche Arbeit habe in seinen Händen gelegen. Über die Wahl des Schlossplatzes als Standort sei er nun „mehr als enttäuscht“.

In diesem Zusammenhang widerspricht er der Darstellung von Stadtbürgermeister Marc Muchow, wonach sich der zuständige Ausschuss einstimmig für diesen Standort ausgesprochen habe. Mayr ist selbst Mitglied des Ausschusses und hat gegen den Schlossplatz gestimmt, wie die Verbandsgemeindeverwaltung, die die Sitzungsprotokolle führt, auf Nachfrage bestätigt. Gleichwohl hat, bei zwei Enthaltungen, der Schlossplatz eindeutig das Rennen gemacht. Wie berichtet, hat der Ausschuss vergangene Woche nach einer Begehung möglicher Standorte abgestimmt.

Mayr: Bedeutung ähnlich der des Mozartbrunnens

Thomas Mayr kritisiert darüber hinaus den Ablauf der Begehung. Ihm habe lediglich die Informationen „Römerplatz oder Schlossplatz“ vorgelegen, dann seien ad hoc andere Vorschläge hinzugekommen. Es seien hernach nicht alle Vorschläge abgewägt worden, auch seien nur drei der potenziellen Standorte abgegangen worden. Zudem hätten „Informationen zu den Voraussetzungen“ gefehlt, etwa zu Denkmalschutz und Eigentumsverhältnissen.

„Die Bedeutung der Bronzeplastik dürfte der des Mozartbrunnens ähnlich sein“, befindet Mayr. Sie sei ein zeitgenössisches Zeugnis, biete aber auch einen Blick in die mittelalterliche und barocke Entwicklung der Stadt. „Kann man sich vorstellen, dass man den Mozartbrunnen an dem vom Ausschuss gewählten Platz aufstellen würde?“

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