Kirchheimbolanden So steht es um den letzten Buchladen der Stadt
In den zurückliegenden Monaten war Annissa Kahla händeringend auf der Suche nach einer Zukunft für den kleinen Manar Buchladen, der ihr so sehr am Herzen liegt. Sie war dabei nicht alleine: Kunden schickten ihr nicht nur viele aufmunternde Botschaften, sondern beteiligten sich auch mit Vorschlägen und Ideen, wie und wo es weitergehen könne. Auch andere Einzelhändler in Kibo haben sich an der Suche nach neuen Räumen beteiligt, wie Kahla berichtet.
Die Mühen haben sich gelohnt: Seit wenigen Tagen werkelt Kahla an den Planungen für den Umzug ihres Ladens. Ab 2. November wird ihr täglicher Arbeitsweg sie nicht mehr in die Vorstadt, sondern in die neue Bleibe in der Gasstraße 15 in Kirchheimbolanden führen. Dort – direkt neben dem RHEINPFALZ-Servicepunkt – zieht sie in die ehemaligen Räumlichkeiten der Selbsthilfeorganisation Club aktiv. Die Ladenfläche sei etwas kleiner als die bisherige, berichtet sie, dafür nicht so verwinkelt. „Ich bin damit sehr zufrieden“, gibt sich die 69-Jährige erleichtert.
Schließung stand im Raum
Gut 16 Jahre nach Eröffnung des Manar Buchladens muss Annissa Kahla die Räume in der Vorstadt verlassen, in denen ihr Geschäft seit 2010 untergebracht war. Das Gebäude soll renoviert werden, wofür Kahla volles Verständnis aufbringt, wie sie betont. Trotz einige Leerstände in Kibo hatte sie eine ganze Weile nach einer passenden und für ihren kleinen Laden finanzierbaren Bleibe suchen müssen. Es stand sogar im Raum, dass die Innenstadt nach der Sattler-Schließung vor Jahresfrist auch ihren zweiten Buchladen verlieren könnte.
Den Umzug will die Buchhändlerin aus Leidenschaft parallel zum Geschäftsbetrieb stemmen: Am alten Standort soll es bis Ende Oktober weiterhin Bücher geben. Selbstredend hat sich ihr in Kibo schon die eine oder andere helfende Hand angeboten für die Aufgabe, einen Buchladen von A nach B umzuziehen.