Einwurf Segensreicher Gottesdienst

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Glaube und Spiritualität sind eine sehr persönliche Angelegenheit. Aber nicht nur. Denn Kirche will und braucht auch Öffentlichkeit und Publikum, um zu wirken. Wo die Basis fehlt, geht die Kraft der Kirche verloren. Umso erstaunlicher, dass der Papst die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare ablehnt und damit auf einen Teil seiner Schäfchen offenbar großzügig verzichtet. Ein mutiger Pfarrer, nämlich Carsten Leinhäuser aus Winnweiler, wollte das aber nicht mittragen. Er feierte ebenso wie andere Geistliche einen Segnungsgottesdienst „für alle Liebenden“ und erhielt dafür viel Dankbarkeit und Zustimmung.

Für alle, die der Kirche – trotz allem – nicht den Rücken kehren wollen, sind Pfarrer wie er ungeheuer wertvoll. Denn gäbe es sie nicht, bliebe gleichgeschlechtlichen Paaren mit Segenswunsch künftig wohl nur die Empfehlung, ihr Handy ganz dicht bei sich zu tragen. Handys nämlich werden in der katholischen Kirche gesegnet. Und vielleicht schwappt dabei ja ein kleines bisschen über.

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