Kommentar Schloss: Trennung von Hotel und Restaurant erscheint vielversprechend
Insolvenzen und Pächterwechsel, jährlich ein hohes fünfstelliges Defizit: Es gäbe gute Gründe für den Rockenhausener Stadtrat, das Schlosshotel zum Verkauf freizugeben. Doch ebenso gute Gründe gab es vor 25 Jahren – späteren Fehlentwicklungen zum Trotz –, das historische Gebäude nicht verfallen zu lassen, sondern zum Schmuckstück umzubauen. Ein – wohlgemerkt – gut funktionierendes Hotel-Restaurant ist, wie etwa das Naturbad für die VG, ein Aushängeschild, das die Stadt auch einen Betrag X kosten darf. Wobei das X möglichst klein und das Aushängeschild möglichst groß ausfallen sollten.
Die Trennung von Restaurant und Hotel-Betrieb ist ein vielversprechender Ansatz. Allerdings muss die Gastronomie – die logistischen Herausforderungen im verwinkelten Schloss sind nicht zu unterschätzen – bodenständiger und von der breiten Bevölkerung akzeptiert werden. Und es bedarf eines Stadtrats, der natürlich in der Sache streiten darf, aber danach doch an einem Strang zieht. Nur so kann das Haus seinen ramponierten Ruf wieder aufpolieren. Diesbezüglich war die wohltuend sachliche Diskussion am Montag ein sehr guter Anfang!
