Kirchheimbolanden RHEINPFALZ Plus Artikel Restaurant „Zur Mälzerei“ dauerhaft geschlossen

Auch die Mälzerei musste schließen.
Auch die Mälzerei musste schließen.

Nur kurz war das gastronomische Gastspiel von Marina und Ivica Dalic in der Mälzerei: Nach knapp drei Jahren gibt es ihre kroatische Küche nun nicht mehr.

Zwei Schließungen innerhalb eines kurzen Zeitraums in derselben Straße von Kirchheimbolanden, der Dr.-Edeltraud-Sießl-Allee: Nachdem sich das Ehepaar Höh vor einigen Wochen entschieden hatte, den Pachtvertrag für das Restaurant „Orangerie“ nicht zu verlängern, haben nun auch deren Nachbarn das Handtuch geworfen. Das Restaurant „Zur Mälzerei“ ist dauerhaft geschlossen.

Marina und Ivica Dalic hatten das Lokal im September 2019 übernommen und sich in der Küche auf ihre kroatische Heimat konzentriert. Das kam bei den Gästen gut an: „Wir waren das einzige kroatische Restaurant im Umkreis von ungefähr 50 Kilometern“, blickt Marina Dalic zurück. Verschiedene Bewertungsplattformen bestätigen, dass das servierte Essen und der freundliche Service offensichtlich sehr geschätzt wurden.

Koch an Corona erkrankt

„Ein halbes Jahr nach unserer Eröffnung hatten wir – wie alle anderen Gastronomen auch – mit dem ersten Lockdown zu kämpfen“, erzählt Marina Dalic weiter. „Das war, besonders weil wir noch am Anfang standen, gar nicht so leicht. Auch der zweite hat uns ordentlich zugesetzt. Trotzdem ging es immer noch weiter.“

Inzwischen gibt es wieder so etwas Ähnliches wie Normalität, eigentlich müsste die kroatisch-kulinarische Welt doch wieder in Ordnung sein. „Das ist sie leider schon länger nicht mehr“, bedauert Marina Dalic. Ursache seien nicht die gestiegenen Lebensmittel- und Energiepreise gewesen, die teilweise an die Gäste weitergegeben mussten. „Die haben das mit Verständnis hingenommen. Nein, es war etwas anderes, das uns zur Schließung veranlasst hat: Unser Koch erkrankte vor einiger Zeit an Corona, und da er 62 Jahre alt ist, will er nicht mehr an seinen Arbeitsplatz zurückkehren.“

Zurück in alte Berufe

Sie hätten sich um Ersatz bemüht, berichtet Dalic weiter. Aber niemand Passendes sei gefunden worden: „Da blieb nichts übrig, als mit der Gastronomie aufzuhören.“ Marina Dalic ist das Bedauern über diese Entscheidung anzumerken. „Ja, es war eine gute Zeit. Wir hatten alle miteinander viel Spaß.“ Ihr Mann und sie werden nach einer Urlaubsphase wieder in ihre alten Berufe zurückkehren.

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