Kirchheimbolanden Residenzfest: Die Zeichen stehen auf Jubiläum

Residenzfest: Es wird mal wieder Zeit.
Residenzfest: Es wird mal wieder Zeit.

Im dritten Anlauf soll es klappen. Endlich soll das Residenzfest seine Sieben bekommen: Für die Jubiläumsauflage, die 70., haben die Planungen begonnen. Die Debatte ist deutlich weniger kontrovers ausgefallen als im Vorjahr.

Im Jahr 2020, kurz nach dem Beginn der Corona-Pandemie, war an ein Residenzfest gar nicht zu denken. Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, hatten die Verantwortlichen damals zu Protokoll geben – doch im Endeffekt wären die geltenden Hygieneauflagen kaum umsetzbar, wäre die Verantwortung für Tausende von Gästen einfach viel zu groß gewesen. Blieb nach 69 Residenzfesten die Hoffnung, dass der runde Geburtstag im Jahr darauf würde gefeiert werden können.

Maskenpflicht und Testnachweis weit entfernt

Und diese Hoffnung hielten die Stadtoberen im Jahr 2021 bis zuletzt aufrecht. Nachdem es lange Zeit schlecht ausgesehen hatte, setzten sie auf die für Ende Juni angekündigten Lockerungen bei den Corona-Beschränkungen des Landes. Am Ende half es jedoch nichts: Der logistische wie der finanzielle Aufwand wären zu groß gewesen und „hätten in keinem Verhältnis gestanden“ zu dem, was am Ende tatsächlich möglich gewesen wäre, wie Stadtbürgermeister Marc Muchow damals sagte. 5000 Besucher wären zugelassen gewesen, allerdings unter sehr strengen Voraussetzungen. Unter anderem hatte die Verordnung einen abgegrenzten Veranstaltungsort gefordert – das hätte einen Zaun um die Innenstadt sowie strikte Zugangskontrollen nach sich gezogen. „Nach intensiver Prüfung und vielen Gesprächen mit Aufsichtsbehörden, Experten und den teilnehmenden Vereinen“ hatten Muchow und seine Beigeordneten Michael Ruther, Birgit Dall sowie Jamill Sabbagh Anfang Juli, sechs Wochen vor dem vorgesehenen Veranstaltungswochenende, das Resifest 2021 offiziell abgesagt.

Befürchtet hatten sie auch, dass die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen „dem Fest den unbeschwerten Charakter nehmen“ würden. Diese Gefahr besteht – zumindest Stand jetzt – im Jahr 2022 nicht. Besucherobergrenzen, Maskenpflicht oder die Erfordernis, einen negativen Schnelltest vorzulegen, scheinen weit entfernt. Darum haben die konkreten Planungen für die 70. Ausgabe des Residenzfests begonnen, wie Muchow auf RHEINPFALZ-Anfrage mitgeteilt hat.

Kleines Fragezeichen immer dabei

Natürlich habe man die Entwicklung akribisch beobachtet, sagte Muchow – und tue dies noch immer. Der „zuletzt positive Trend“ habe zum Entschluss geführt, „die Planungen jetzt voranzutreiben“. Es deute derzeit alles darauf hin, dass Feiern im August „mit überschaubarem Risiko möglich“ sein sollte. Dennoch weiß der Stadtbürgermeister: „Ein kleines Fragezeichen ist in der heutigen Zeit immer dabei.“

Dieses aber soll nun erstmal ausgeblendet werden. Rund um den zweiten Sonntag des Monats, den 14. August, soll „alles so sein wie immer – also wie vor Corona“. Es werde „kaum Veränderungen“ geben zu den jüngsten Veranstaltungen, die ja nun auch schon ein wenig zurückliegen. Die bisherigen Rückmeldungen der Hoflauben-Betreiber stimmen Muchow optimistisch, fast alle wollen wieder dabei sein.

x