Obermoschel
Rathaus-Sanierung kommt mit großen Schritten voran
Noch nicht ganz erstrahlt das 1510 erbaute Wahrzeichen der kleinsten pfälzischen Stadt in „altem neuen Glanz“. Aber das Gerüst, das am Alten Rathaus für die Zimmermanns-, Dachdecker- und oberen Fassadenarbeiten benötigt wurde, ist schon mal abgebaut. Somit ist wieder freie Sicht auf das in den vergangenen Monaten verhüllte historische Gebäude der Stadt möglich. Der Dachstuhl samt Eindeckung ist fertig, ebenso die Außenfassade mit Ausnahme des Erdgeschosses, informiert das bauleitende Architekturbüro Milch aus Wendelsheim im Gespräch mit der RHEINPFALZ.
Im unteren Bereich sind in den vergangenen Tagen im Torbogen der früheren Markthalle Sandsteingewände ausgetauscht und restauriert worden. Auch die Außentreppe wird durch den Natur- und Steinmetzbetrieb Dirk Reichelt aus Roxheim noch komplett mit passendem Sandstein erneuert. Weitaus schwieriger sei das historische Dach gewesen, das man in dieser Konstruktion heutzutage so nicht mehr vorfinde, berichtet der Architekt. Gegenüber der ursprünglichen Kostenschätzung sei hier etwas Mehraufwand entstanden, der jedoch bei anderen Gewerken habe wieder eingespart werden können.
Abschluss für Frühjahr 2021 geplant
Nach Abschluss der restlichen Arbeiten wird noch die untere Außenfassade in passendem Farbton gestaltet. Maria Wenzel von der Generaldirektion Kulturelles Erbe in Speyer begleitet das Obermoscheler Bauprojekt. Die Arbeiten hatten im Spätsommer begonnen, mit einem kompletten Abschluss wird je nach Witterung im Frühjahr 2021 gerechnet.
Die ursprüngliche Kostenschätzung lag bei 415.000 Euro, die Ausschreibungsergebnisse der einzelnen Gewerke fielen mit 375.000 Euro etwas niedriger aus. Allerdings ist eine Endabrechnung noch nicht erfolgt. Größte Brocken waren die Zimmermanns- sowie die Dacheindeckungsarbeiten mit knapp 190.000 Euro. 50.000 Euro waren für den Gerüstbau vorgesehen, rund 30.000 Euro für die Fassade. Hinzu kommen noch kleinere Naturstein- und Metallbauarbeiten sowie ein Blitzschutz für das Gebäude. Die Stadt erhält für die Maßnahme einen Zuschuss in Höhe von 80 Prozent der Kosten aus dem Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz West.