Rockenhausen
„Prima Hotel Schloss Rockenhausen“ nimmt seinen Betrieb auf
Ein Soft Opening hat es gegeben, wie Hotelmanager Sven Gerken erläutert: keine Werbung, keine offizielle Eröffnung, einfach nur der Start in den Alltagsbetrieb. „Das Haus war auf Null runtergefahren, es gibt ein neues Team, das erstmal alles kennenlernen muss“, schildert Gerken, der als Spezialist für die Startphase direkt aus einem neu eröffneten Prima-Hotel in Niedersachsen nach Rockenhausen gekommen ist. In einer solchen Anlaufphase mit wenigen Gästen ließen sich die Abläufe und Laufwege für das Personal am besten einstudieren, befindet er.
Daher haben Hotel und Restaurant in der Vorwoche weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit ihren Betrieb aufgenommen. Im Hotel wurden in den ersten Tagen nur wenige Gäste betreut, das Restaurant sieht der Hotel-Manager „bereits auf gutem Weg“. Die Speisekarte hängt aus, schon etliche Besucher haben im Laufe der ersten Tage an einem der Tische Platz genommen, die derzeit in gebührendem Abstand zueinander aufgebaut sind. Gerken weiß: „Das Restaurant spielt hier für das Haus eine große Rolle.“
Warten auf Genehmigung
Sieben Mitarbeiter umfasst das Team, das sich in der Findungsphase befindet. Zwei Angestellte, die bereits zuvor im Schloss gearbeitet haben – eine Servicekraft und einen Koch –, hat Prima übernommen. Möglichst schnell soll die Mannschaft auf neun Köpfe anwachsen – alles weitere hängt dann vom wirtschaftlichen Erfolg der Einrichtung ab.
Ein offizieller Startschuss soll natürlich noch fallen. In der Regel geschehe das frühestens 14 Tage nach dem Soft Opening, „wenn sich alles eingespielt hat“, sagt Gerken. In Rockenhausen wird’s mutmaßlich nicht ganz so schnell gehen: Da das Gebäude auch von außen mit dem neuen Namen „Prima Hotel Schloss Rockenhausen“ und dem Logo der Hotelkette versehen werden soll, noch Schilder anzubringen sind, wartet Prima auf eine Genehmigung – schließlich sind Teile des Hotels denkmalgeschützt.
Romantik- und Hochzeitssuite
Im Inneren hat der neue Pächter bereits einiges verändert. Flure und Zimmer wurden teilweise neu gestrichen, das Rot des Unternehmens findet sich nun an mehreren Wänden. Einige Renovierungen stehen noch aus, beispielsweise soll die Suite des Hotels zu einer „Romantik- und Hochzeitssuite“ umgestaltet werden. Für einige noch anstehende Reparatur- und Wartungsarbeiten komme die Stadt auf, die nach wie vor Eigentümer des Hotel-Restaurants ist.
Die Prima Hotels und Resorts GmbH hatte sich unter mehr als zehn Bewerbern durchgesetzt, nachdem die Stadt die Verpachtung zum 1. Oktober neu ausgeschrieben hatte. Das sächsische Unternehmen wolle seine Unterkünfte vor allem familienorientiert gestalten, sagt der Hotel-Manager. Die Hotels der Gesellschaft liegen laut Gerken überwiegend in der Größenordnung von 20 bis 60 Zimmern – das Hotel Schloss Rockenhausen hat 25 Doppelzimmer, die auch als Einzelzimmer vergeben werden.