Donnersbergkreis Nicht auf Teufel komm raus

Als Thomas Stepan vor rund 15 Jahren das Handtuch beim Verkehrsverein warf, ließ Jürgen Heck sich in die Pflicht nehmen. Ist mit Stepan bis heute das vorbildliche Modell „City Plus“ für kostenloses Parken verbunden, so kamen unter Heck und einem einsatzbereiten, aber eben überschaubaren Helferteam neue Feste und Aktionen hinzu. Ein Beispiel: die Kibo-Gutscheine, die den örtlichen Handel stärkten.
Dass freilich Aktive, die sich in ihrem Ehrenamt neben eigener beruflicher Belastung ungenügend unterstützt oder wertgeschätzt fühlen, auch irgendwann ermüden, ist nur zu verständlich und hat zur jetzigen Situation geführt. Erschwerend kommt hinzu, dass das schon länger anhaltende Geschäftesterben mit Corona weitere existenzielle Sorgen ausgelöst hat, und damit Sorgen um die Zukunft der Innenstadt.
Gerade deshalb kann die Stadt auf einen Verein, der neue Impulse gibt, der wieder mehr Mitglieder auch jenseits des Handels für seine Ziele begeistert, nicht verzichten. Der zur eigenen Schlagkraft aber auch städtische Visionen und Impulse braucht, die nicht im Sande versickern.
Vom nächsten Vorstand, so er sich hoffentlich findet, und vom Zusammenspiel zwischen Stadt und Verein wird daher viel abhängen. Darum ist man gut beraten, die Wahl nicht auf Teufel komm raus durchzuziehen, sondern sorgsam vorzubereiten. Das hat, um mit Heck zu sprechen, nicht nur der Verein, um dessen Fortbestand es geht, nein, das hat Kirchheimbolanden verdient.
