Kommentar
Kirchheimbolander Jugendarbeit: Mit dem städtischen Leben verzahnen
Bis zu einem Neuansatz der Jugendarbeit dauerte es auch dem einen oder anderen im Stadtrat zu lang. Mal schien – weil sich das involvierte Landesjugendamt viel Zeit ließ – nichts weiterzugehen. Dann wiederum bekam man den Eindruck, es werde mit der heißen Nadel gestrickt. Etwa, als den Stadträten im Juli die (überzeugende) Konzeptidee einer offenen Jugendarbeit vorgetragen wurde, die schriftliche Vorlage dazu aber erst zu Sitzungsbeginn an sie verteilt wurde. Da hing das Fristende für Zuschussanträge bereits als Damoklesschwert überm Sitzungsraum. Zuletzt musste sich die Verwaltung Kritik gefallen lassen wegen mangelnder Präzision bei der Formulierung der neuen Vereinbarung.
In der Sache selbst freilich sendete der Rat schon seit Juli positive Signale für den Richtungswechsel. Die Jugendarbeit soll vielfältig und vor allem öffentlich sichtbar mit dem städtischen Leben verzahnt werden. Miteinander statt Nebeneinander. Jugendliche mit qualifizierten, spannenden, spielerischen Angeboten zu motivieren und zu mobilisieren, haben die erfahrenen Macher von „klein.team“ auch anderswo geschafft. Das stimmt optimistisch. Dass der nichtsdestotrotz weiterhin nötige feste Anlaufpunkt mit der Liebfrauenkirche gefunden wurde, kann man einen günstigen Zufall nennen.
Zunächst für ein Jahr ist der Vertrag abgeschlossen. Für die Belebung vieler schöner Ideen auf Papier, die ebenfalls noch der Präzision und Kontakte mit potenziellen Partnern bedürfen, ist jetzt erst recht keine Zeit mehr zu verlieren.
