Donnersbergkreis
Kirchheimbolanden: Wie soll die Verkehr in der Brunckstraße geführt werden?
Von Sebastian Stollhof
Gebaggert wird schon seit einiger Zeit immer mal wieder in der Dr.-Heinrich-von-Brunck-Straße in Kirchheimbolanden. Um die von so manchem erhoffte Straßensanierung handelt es sich dabei jedoch nicht. Wie Bauamtsleiter Udo Bauer berichtet, werden dort Leitungsarbeiten vorgenommen. Gleiches steht in der Leibnizstraße an. „Es wird voraussichtlich noch das ganze Jahr gebuddelt“, so Bauer. Vor geraumer Zeit hatte der Bauausschuss die Brunck- und Leibnizstraße auf einer Prioritätenliste der zu sanierenden Straßen nach oben gesetzt.
Der Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr hatte sich nun mit der Frage befasst, wie künftig die Verkehrsführung in der Brunckstraße aussehen soll. Bauer erinnerte daran, dass hierfür auch schon einmal ein Büro beauftragt wurde. Einer der Vorschläge damals: Die Dr.-Heinrich-von-Brunck-Straße wird zur Einbahnstraße, der Verkehr wird dann über den Fischbachweg geleitet. „Das hielte man für problematisch“, erinnerte der Bauamtsleiter. Verkehrsberuhigende Maßnahmen in der Brunckstraße oder aber den Busverkehr zu den Schulen aus dieser Straße rausholen und komplett über den Fischbachweg – mit einer Wendemöglichkeit am Busbahnhof – führen, waren weitere Varianten.
Zum Teil Einbahnstraße
Außerdem gab es laut Bauer von Anliegern einen Vorschlag: Die Verkehrsführung von der Marnheimer Straße bis zur Abzweigung Leibnizstraße in der Brunckstraße so zu belassen – also mit Begegnungsverkehr –, ab dann eine Einbahnstraße. Bauer erinnerte zudem daran, dass auch mal über einen Kreisverkehr in Höhe von Borg Warner nachgedacht worden sei – für den Fall, wenn der Verkehr komplett über den Fischbachweg abgeführt werden sollte. „Dann würde das dort ohne Kreisel nämlich zu einem Rückstau führen“, sagte der Bauamtsleiter. Um die Straßensanierung zu planen, brauche man einen Weg, wie die Verkehrsführung künftig aussehen soll.
Die Meinungen der Ausschussmitglieder waren geteilt. Mutlu Ciftci (FWG) könnte sich beispielsweise mit einer durchgängigen Einbahnstraßenregelung in der Brunckstraße anfreunden. Dann würde er jedoch abwechselnd links und rechts Parkplätze auf der Straße als verkehrsberuhigende Maßnahme einzeichnen. Patrik Sommer (CDU) berichtete, dass seine Fraktion an der teilweisen Einbahnstraßenregelung ab der Leibnizstraße Gefallen finde. „Vielleicht könnte man so etwas über einen bestimmten Zeitraum ausprobieren und danach die Meinungen der Bürger einholen“, schlug er vor. Andreas Müller (SPD) warb generell dafür, die Meinungen der Bürger einzuholen. Vielleicht gebe es von diesen noch weitere Vorschläge.
Alexander Groth (FWG) stellte die Frage, ob denn Schüler unbedingt bis zur Schule gefahren werden müssen. Oder ob es eine Möglichkeit gebe, speziell den Verkehr zu Anfangs- und Endzeiten des Unterrichts aus der Straße rauszuhalten. Das, so die Befürchtung von Patrik Sommer, führe andernorts aber zu einem hohen Verkehrsaufkommen – etwa in der Albrecht-Dürer-Straße, weil es von dort einen Fußweg zum Schulzentrum gibt. Hier gebe es dann das Problem der Kontrollen, wie Ursula Fischer (CDU) und Arno Scheu vom Ordnungsamt ergänzten. Generell habe sich die Situation an den Schulen mit einer Zone zum Ausladen der Schüler gebessert, sagte Sommer – Ciftci pflichtete ihm bei.
Testphase vor Sanierung
Ein Problem sei, dass Kirchheimbolander Kinder, die in einem bestimmten Umkreis zur Schule wohnen, keine Schülerjahreskarte für den Bus erhalten, weil es ihnen zuzumuten sei zu laufen, erläuterte Stadtbürgermeister Marc Muchow (CDU). Dieser Umkreis sei aber sehr groß und manche hätten so einen ziemlich weiten Weg. Deswegen werden sie von den Eltern gefahren. Muchow will diesbezüglich das Gespräch mit dem Kreis suchen und darum bitten, den Umkreis zu verkleinern.
Der Ausschuss einigte sich schließlich darauf, dass zunächst das Gespräch mit den Anwohnern gesucht werden soll. Dann soll es vor der Sanierung testweise eine Einbahnstraßenregelung ab Abbiegung Leibnizstraße geben. Schließlich soll dann nochmals mit den Anwohnern gesprochen werden. Und auch bilanziert werden, wie der Verkehrsfluss an der Kreuzung Fischbachweg/Marnheimer Straße ist. Manfred Grill (Grüne) kann sich vorstellen, dass es dort zu gar nicht so großen Rückstaus komme.