Rockenhausen
Gibt es nun doch eine Mensa am alten Hallenbad?
Die Frage, was aus dem alten Hallenbad in Rockenhausen in der Nähe der Donnersberghalle wird, beschäftigt schon lange. Zuletzt stieß der Vorschlag, den Raum für Schulen und Vereine zugänglich zu machen, auf große Gegenliebe im VG-Rat. Das Konzept eines multifunktionalen Raums für Vereine hatte die Gesangvereinskapelle Rockenhausen eingebracht und würde dafür auch Eigenleistungen erbringen.
Es gibt jetzt auch laut Bürgermeister Michael Cullmann eine offizielle Interessensbekundung seitens der IGS Rockenhausen, den Raum für ihre Musikklassen und eventuell als Gymnastikraum zu nutzen. „Da führen wir jetzt gerade Gespräche mit dem Kreis, ob die bereit wären, in eine Co-Finanzierung einzusteigen“, sagt Cullmann. Konkrete Vereinbarungen gibt es also noch nicht, nur Absichtspläne. Es könnten sich auch gerne noch Vereine melden, die den Raum auch nutzen wollen.
Kegelverein kann Kosten nicht mehr tragen
Klar ist schon, dass das Becken im Hallenbad abgedeckt wird. Zwischendurch gab es kurz Überlegungen, das Becken zu erhalten, um es zum Beispiel als eine Art Bühne zu nutzen. Die Räume unterhalb des Schwimmbeckens werden als Archiv für die Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land genutzt, dort wurde auch schon einiges eingelagert. Die energetische Sanierung ist abgeschlossen, jetzt fehlen nur noch zweite bauliche Rettungsweg und der barrierefreie Zugang.
Ganz am Anfang, nachdem das Hallenbad stillgelegt worden war, gab es Pläne, diese Räumlichkeiten als Mensa auszubauen. Dieser Gedanke ist nun gewissermaßen wieder aktuell. Allerdings nicht direkt im Hallenbad – aber eventuell in der sich anschließenden Kegelbahn. Diese wird nämlich vermutlich vom Kegelverein aufgegeben. Denn der Verein, der das Erbbaurecht für die Kegelbahn besitzt, stehe kurz vor der Auflösung, erzählt Cullmann. Bis Corona sei die Kegelbahn mit den damaligen Pächtern ganz gut gelaufen. Durch die Pandemie sei dieser Betrieb aber weggebrochen, und jetzt finde sich kein neuer Pächter mehr. Die monatlichen Kosten kann der Verein nun nicht mehr tragen, denn er ist überaltert und findet nicht genügend Nachwuchs.
Mensaplätze werden nicht bezuschusst
„Da werden jetzt Gespräche zwischen Stadt, Kreis und VG geführt, wie es dort weitergehen soll,“ berichtet Cullmann. Da das Gelände drumherum in VG-Besitz ist, hält es der Bürgermeister für wünschenswert, dass die VG das Gebäude künftig für sich nutzen kann. Aber es dürfe natürlich keine finanzielle Belastung sein, die die VG nicht tragen kann. „Eine Mensa hätten wir oben nicht so gut einrichten können“, sagt Bürgermeister Cullmann. Die Kegelbahn mit der Gaststätte sei da viel besser geeignet
Die IGS hat zudem schon Interesse bekundet, weil für sie dort das Essen angenehmer sei als in der Donnersberghalle. Zuschüsse für eine Mensanutzung seien momentan allerdings eher nicht zu erwarten, berichtet VG-Bauamtsleiter Michael Groß. „Wir haben schon so viele Mensaplätze gefördert, da ist jetzt Schluss. Das muss selbst bezahlt werden.“
Plan soll Ende des Jahres stehen
Aber auch an der Kegelbahn herrscht noch Sanierungsbedarf. Das Gebäude an sich ist laut Groß gut in Schuss, aber die Kegelbahn selbst sehe nicht mehr gut aus, und energetisch sei noch viel Luft nach oben. Für die Renovierung des Daches sind maximal 40.000 Euro angedacht für die Substanzsicherung. Groß sieht aber eine Chance, da sich neben der Kegelbahn das Blockheizkraftwerk befindet, dieses in das Gesamtkonzept zu integrieren. „Eventuell kann man da auch irgendwann auf regenerative Energieerzeugung oder Biomasse umsteigen“, sagt Groß.
Aus der kleinen Hallenbadsanierung ist nun also doch ein größeres Projekt geworden. Cullmann ist einfach nur wichtig, dass das Hallenbad einen konkreten Nutzen für Jugendliche und Vereine hat. „Es ist jetzt in einem Zustand, in dem es nicht weiter kaputtgeht“, sagt er. Und die Frage sei nun, ob das mit der Kegelbahn machbar ist. Noch seine die Gespräche nicht abschließend. Bis Ende des Jahres soll entschieden werden, in welche Richtung es geht. „Wir wollen den Weg festlegen, wo es hingeht, damit auch der Kegelclub Sicherheit hat“, sagt Cullmann. Und dann werden die nächsten Maßnahmen geplant.