Zur Sache
„Die Dibbegugger“: Gründung, Name und ein Rezept
Die Gründung
Auf Initiative von Gustav Andraschko und Gerhard Schloyer kamen am 1. Juli 1972 erstmals eine Handvoll Männer in Rockenhausen zum Kochen zusammen. Bis Ende des darauffolgenden Jahres wurde die Gruppe auf die bis heute als optimal erachtete Anzahl von zwölf Personen komplettiert. Als „geistiger Vater“ des ohne Satzung und festen Status gebildeten Clubs fungierte in den ersten Jahren Karl-Heinz Bernd. Gekocht hat man zunächst in der Küche der Berufsbildenden Schule, danach lange Zeit in der Haupt-/Realschule. Seit etlichen Jahren treffen sich die Kochfreunde nun einmal pro Monat in der Schule am Donnersberg. Nur in den Sommerferien wird einmal pausiert, zudem werden Termine für das Sommerfest beziehungsweise Weihnachtsessen mit den Frauen genutzt.
Der Name
Erst 1994 hat der Kochclub seinen heutigen Namen erhalten. Aus 21 Vorschlägen wählten die Kochbrüder und ihre Frauen die Bezeichnung „Die Dibbegugger“. (Unfreiwilliger) Pate war ein Mitglied, das gerne während des Kochens in die Töpfe („Dibbe“ geschaut – und dabei natürlich auch genascht – hat.
Das Rezept
Eines der ersten Rezepte, das nun auch beim Jubiläum nachgekocht wurde, stammt von Gustav Andraschko aus dem Gründungsjahr 1972: „Tatarensoße mit Pellkartoffeln“. Leider fehlen, wie das früher oft üblich war, zum Teil genaue Mengenangaben.
Zutaten: ein Ei je Person, Öl, Zitrone, Schnittlauch, saure Sahne, Senf, Kartoffeln.
Zubereitung: Eier ganz hart kochen, in kaltem Wasser abschrecken. Dotter in einer Schüssel mit Öl verrühren. Eiweiß fein wiegen (das heißt zerkleinern). In das verrührte Eigelb das Eiweiß hineintun, dazu fein geschnittener Schnittlauch, Zitronensaft, ein wenig Senf, eine Prise Zucker; mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken, hierauf saure Sahne hineingießen und alles gut verrühren, bis es eine dickflüssige Soße ergibt. Dazu Pellkartoffeln.
