Winnweiler CDU: Rudolf Jacob will nicht für den Bundestag kandidieren
Rudolf Jacob (CDU) will doch nicht nach Berlin. Der Winnweilerer Ortsbürgermeister und Bürgermeister der Verbandsgemeinde Winnweiler stellt sich am 10. April nicht zur Wahl, wenn die Delegierten der Union ihren Direktkandidaten für den Bundestagswahlkreis Kaiserslautern-Kusel-Donnersberg bestimmen. Rudolfs Argumente für seinen Rückzug: Durch die Verzögerungen bei der Kandidatenwahl würde ihm im Falle eines Erfolgs die Zeit fehlen, um sich im Kreis Kusel, in Stadt und Landkreis Kaiserslautern bekannt zu machen; hinzu komme das aktuelle Stimmungstief für die Union – schlechte Voraussetzungen, um den Wahlkreis zu gewinnen.
Außerdem habe er in Winnweiler in den vergangenen Monaten etliche Projekte angestoßen, die er lieber weiterbegleiten wolle. „Ich bin zur Erkenntnis gekommen, dass ich in Winnweiler besser aufgehoben bin“, sagte Jacob der RHEINPFALZ am Montag. „Den letzten Schubs“ hätten die jüngsten Vorkommnisse rund um Bundestagsabgeordnete gegeben: „Bei der Maskengeschichte dachte ich: Ich möchte mit solchen Menschen, die sich an der Pandemie bereichert haben, eigentlich nicht in einen Topf geschmissen werden – aber das passiert ja in den Köpfen der Menschen zwangsläufig.“
Sofern nun kein weiterer Kandidat seinen Hut in den Ring wirft, bewerben sich bei der Delegiertenversammlung am 10. April der Rammelsbacher Xaver Jung, der bereits eine Legislaturperiode in Berlin war, und der Lauterer Michael Littig darum, bei der Bundestagswahl im September als CDU-Direktkandidat antreten zu dürfen.