Falkenstein RHEINPFALZ Plus Artikel Burgstubb im Dornröschenschlaf: Pfälzer Höhendorf setzt auf neuen Anlauf

Idyllisch gelegen wartet die Burgstubb in Falkenstein auf einen neuen Pächter. Doch bisher gibt es nur wenig Interesse.
Idyllisch gelegen wartet die Burgstubb in Falkenstein auf einen neuen Pächter. Doch bisher gibt es nur wenig Interesse.

Erst sah es in Sachen neuer Pächter für das beliebte Ausflugsziel Burgstubb gut aus. Jetzt beginnt die Suche von vorn. Offen bleibt die Frage nach einem Übergangsbetrieb.

Es ist ein kleines Jubiläum, das nicht gerade zum Feiern einlädt: Seit gut einem Jahr ist die Falkensteiner Burgstubb geschlossen. Die damaligen Pächter hatten zum Februar 2025 ihren Vertrag gekündigt und sich aus dem Nordpfälzer Höhendorf zurückgezogen. Seither sucht die Gemeinde einen neuen Wirt. Bisher ohne Erfolg – auch wenn es bis Dezember noch einen kleinen Lichtblick gab.

Der habe sich mittlerweile aber wieder zerschlagen, gibt Ortsbürgermeister Christoph Heuschkel einen Einblick: „Wir inserieren schon seit Ende 2023 in der Winnweilerer Rundschau, um einen neuen Pächter zu finden. Bisher hat sich aber nichts konkretisiert.“ Zwar habe es immer wieder Anfragen gegeben, ernsthafte Bewerbungen hätten allerdings nur zwei Interessenten abgegeben. Auch Gespräche hatte die Ortsgemeinde zusammen mit den Interessenten geführt. Für einen der beiden hatten sich die Falkensteiner schlussendlich entschieden. „Für ein paar Monate dachten wir, wir hätten nun einen neuen Pächter gefunden“, sagt Heuschkel. Im Dezember zeichnete sich das Gegenteil ab. Mehr will Heuschkel nicht dazu sagen, außer: „Im gegenseitigen Einvernehmen haben wir die Sache dann doch seinlassen.“

Alles zurück auf Anfang

Nun beginne die Suche von vorne – wieder soll ein Inserat helfen, vielleicht doch noch jemanden zu finden, um die Gaststätte in historischer Kulisse aus seinem Dornröschenschlaf zu befreien. Immerhin ist Falkenstein dank der direkt neben der Gaststätte liegenden Burgruine ein beliebtes Ausflugsziel bei Tagesgästen aus nah und fern, die häufig Durst und Hunger mitbringen. Allerdings sah der Ortschef bereits in der Vergangenheit ein gravierendes Problem bei den Öffnungszeiten: Schon bei den früheren Pächtern war die Burgstubb nur an Feiertagen und Wochenenden geöffnet, ein Betrieb sah Heuschkel wegen der wesentlich niedrigeren Besucherfrequenz unter der Woche als schwierig. Eine ausschließliche Öffnung an den Abenden hingegen scheint wegen der fehlenden Besucher zu dieser Tageszeit ebenfalls unattraktiv. Unter diesen Voraussetzungen werfe die Burgstubb wahrscheinlich einfach zu wenig ab. „Es ist eine Tatsache, dass es nicht viele Bewerber für die Burgstubb gibt“,betont Heuschkel noch einmal.

Dennoch wollten die Falkensteiner nicht aufgeben. Weiterhin gebe es rege Diskussionen darüber, ob nicht übergangsweise ein Sommerbetrieb mit Freiwilligen gestemmt werden könne – damit die Burgstubb nicht ein weiteres Jahr leer stünde. „Es gibt einige, die sich dafür stark machen“, berichtet Heuschkel, „aber es ist auch ein hoher Zeitaufwand und ein hohes finanzielles Engagement, das derjenige aufbringen muss.“ Schließlich fielen laufende Kosten wie Strom, Wasser, Müllgebühren und ähnliches an. Verwehren wolle er sich den Vorschlägen aber nicht, er freue sich über den regen Austausch. Solange hoffe er weiter, dass sich doch bald jemand findet, der dennoch bereit wäre, dauerhaft dieses finanzielle Risiko einzugehen.

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