FALKENSTEIN
Pächter für die „Burgstubb“ gesucht
Die Burgruine Falkenstein ist ein beliebtes Ausflugsziel für Besucher aus nah und fern. Vor allem von Tagesgästen wird sie gern frequentiert. Da macht es sich natürlich gut, wenn es direkt neben der Ruine eine Einkehrmöglichkeit für hungrige und durstige Gäste gibt. Genau das ist mit der gemütlichen Burgstubb auch der Fall. Das außen mit Holz verkleidete Häuschen liegt neben dem geschichtsträchtigen Gemäuer mit traumhaftem Blick in die Landschaft. Allerdings hat die Sache einen Haken: Die Burgstubb ist nämlich geschlossen. Die bisherigen Pächter haben gekündigt, ihr Vertrag lief im Februar aus. „Seitdem sucht die Gemeinde als Eigentümerin einen Nachfolger“, sagt Ortsbürgermeister Christoph Heuschkel. Bisher war die Mühe allerdings vergebens, trotz zahlreicher Inserate in sozialen Medien. „Wir haben bisher noch keine einzige Bewerbung bekommen“, sagt Heuschkel.
Im Gemeinderat und im Austausch mit den örtlichen Vereinen sei bereits diskutiert worden, ob man die Gastronomie vielleicht in Eigenleistung betreiben könne. Allerdings sei schnell klargeworden, dass das nicht machbar sei. „Dafür ist der Aufwand zu groß, man bräuchte einen Helferstamm von mindestens 40 bis 50 Freiwilligen.“ Nicht ganz einfach für ein Dorf mit gerade einmal knapp unter 200 Einwohnern. Allerdings, so Heuschkel, könne man sich unter Umständen vorstellen, das eine Sommersaison lang zu machen, um die Burgstubb nicht zu lange leerstehen zu lassen. Entschieden sei aber in dieser Richtung noch nichts. „Mittelfristig brauchen wir auf jeden Fall wieder einen Pächter“, sagt der Ortschef.
Geeignet für junge Leute und junge Rentner
Ihm ist klar, dass eine auskömmliche Bewirtschaftung des Gasthauses nicht so leicht zu schaffen ist. In dieser Tatsache sieht Heuschkel auch den Grund, warum die bisherigen Pächter ihren Vertrag gekündigt haben. Ein Problem stellen die Öffnungszeiten dar: In der Vergangenheit war lediglich an den Wochenenden und an Feiertagen geöffnet. Eine Erweiterung auf weitere Wochentage hält Heuschkel für eher unrealistisch, weil dafür die Besucherfrequenz im Schnitt zu niedrig sei. Andererseits sei aber eine Öffnung ausschließlich an den Abenden auch keine Lösung, denn viele Gäste kämen nun einmal tagsüber. Unterm Schnitt bleibt das Problem der Gaststätte, dass man davon, wie Heuschkel einräumt, keine Familie ernähren kann.
Wer also käme als Pächter in Frage? „Junge Leute, die sich eine Zukunft in der Gastronomie vorstellen können, sich aber erst einmal mit einem kleineren Projekt ausprobieren wollen, bevor sie sich an etwas Größeres wagen – oder junge Rentner.“ Vor allem für letztere, findet er, könnten die reduzierten Öffnungszeiten durchaus von Vorteil sein.
Innen Platz für bis zu 50 Personen
Wer immer sich dieser Aufgabe stellt, hat es mit Gasträumen mit einer Gesamtfläche von rund 80 Quadratmetern zu tun, außerdem mit einer Terrasse, die ausreichend groß für Außengastronomie ist. Im Inneren des Gebäudes haben bis zu 50 Personen „noch gut Platz“, wie Heuschkel sagt, „danach wird es eng“. Eine Küche und sanitäre Anlagen sind vorhanden. Letztere sollen auch außerhalb der Öffnungszeiten der Gaststätte für Burgbesucher zur Verfügung stehen. Was der Burgstubb zusätzliche Attraktivität verleiht: Die Gemeinde würde es den Pächtern erlauben, etwa für eigene Musikveranstaltungen, auch das direkt angrenzende kleine Amphitheater zu nutzen.
Info
Wer Interesse hat, die Burgstubb zu pachten, kann sich per E-Mail bei Ortsbürgermeister Christoph Heuschkel melden: cheuschkel@gmx.de.
