Imsweiler RHEINPFALZ Plus Artikel B48-Ortsumgehung: Im „Norden“ was Neues

Nördlich von Imsweiler wird am Anschluss zwischen der bisherigen B48 und der künftigen Umgehung gearbeitet. Aktuell laufen auf d
Nördlich von Imsweiler wird am Anschluss zwischen der bisherigen B48 und der künftigen Umgehung gearbeitet. Aktuell laufen auf dem Abschnitt in Verlängerung der Talbrücke die Asphaltarbeiten. Der Verkehr wird einspurig unter der Brücke hindurch und um die Baustelle herum geleitet.

Beim Bau der Ortsumgehung geht’s in den Endspurt. Mit Brücke und Tunnel sind die größten Brocken weitgehend abgehakt, die Verknüpfung von alter und neuer Strecke kommt voran. Und für Verkehrsteilnehmer gibt es eine gute Nachricht.

Im November 2021 ist die 222 Meter lange Talbrücke bei der Schleifmühle mit einem spektakulären Verfahren an ihren Platz gerollt worden. Im Jahr darauf hat der Bau des sich unmittelbar anschließenden, rund 400 Meter langen Straßentunnels durch den Mühlberg östlich von Imsweiler begonnen. Auch diese Arbeiten befinden sich nun auf der Zielgeraden – zusammen verschlingen die beiden Teilprojekte mehr als die Hälfte der auf 66 Millionen Euro taxierten Kosten für die seit 2017 laufende Errichtung der B48-Umgehung.

„Die Tunnelbauer sind abgerückt“, teilte der stellvertretende Leiter des federführenden Landesbetriebs Mobilität (LBM) Kaiserslautern, Volker Priebe, im RHEINPFALZ-Gespräch mit. Bis zuletzt war die hessische Firma Hoch-Tief mit der Herstellung der Sohle – des Untergrunds – beschäftigt. Mittlerweile sind das Frostschutzmaterial sowie die Asphaltschichten eingebaut – mit Ausnahme der abschließenden Decke, die am Ende auf der gesamten Länge von 1,8 Kilometern in einem Guss aufgebracht wird. Zudem sind bereits die notwendigen Leitungen in der Röhre verlegt und die Wände bis zu einer Höhe von vier Metern beschichtet.

Im Tunnel fehlen noch Löschwasser und Licht

„Sieht also alles schon ziemlich fertig aus. Im Tunnel ist es allerdings noch dunkel“, so Priebe weiter. Denn neben den Löschwasserinstallationen steht auch die Beleuchtung noch aus. Der mit der Sicherheitstechnik beauftragte Ausstatter erstelle derzeit seine Ausführungsplanung und werde im Juli – „dann ist für ihn die Bahn frei“ – mit den Arbeiten starten. Diese sollen bis Januar abgeschlossen sein, sind allerdings laut Priebe „nicht zeitkritisch“. Anders gesagt: Eine Woche mehr oder weniger hat keinen Einfluss darauf, wann die komplette Umgehung fertiggestellt wird.

Im Gegensatz zu den Anbindungen der künftigen an die bestehende Straße zwischen Imsweiler und Rockenhausen beziehungsweise Imsweiler und Schweisweiler: Die Nahtstellen sind nun die wichtigsten noch zu überwindenden Hürden auf dem Weg zur Freigabe. Seit April arbeitet die Firma Stutz aus Kirchheim am nördlichen Anschluss zwischen Talbrücke und B48, der Verkehr wird einspurig um die Baustelle herumgeleitet. Zwar lindert die auf einer Tafel an der Ampel herunterlaufende Wartezeit die Ungeduld der Verkehrsteilnehmer – vor allem jener, die nur zwei Kilometer zuvor die halbseitige Sperrung bei Rockenhausen passiert hatten. Doch Pendler werden sich über die Nachricht freuen, dass „im Bereich Anschluss Nord zurzeit der Asphalteinbau läuft“, informiert Priebe. Ende Juni/Anfang Juli soll die neue Verkehrsführung in Betrieb genommen und somit die Ampel wieder abgebaut werden.

Weitere Vollsperrung für Südanschluss erforderlich

Diese wird allerdings nicht die letzte im Zuge der Mammut-Maßnahme sein: Denn das gleiche „Spiel“ steht danach noch Richtung Schweisweiler bevor. Aktuell sind hier die Erdbauer mit Dammschüttungen beschäftigt. „Im August ist vorgesehen, die Arbeiten für die Anschluss Süd zu vergeben“, so Priebe. Diese werden sich ein ganzes Stück in das kommende Jahr hineinziehen – irgendwann ist dann auch hier eine Vollsperrung erforderlich, um alte und neue B48-Trasse miteinander zu verknüpfen.

Ursprünglich hatte der LBM hierfür die Sommerferien ins Auge gefasst; nun gibt es Priebe zufolge Überlegungen, diesen Abschnitt nach vorne zu verlagern: „Eventuell beginnen wir schon in den Osterferien.“ Am Ziel ändert das aber nichts: Noch vor Ablauf des Jahres 2025 soll das erste Fahrzeug statt durch Imsweiler auf der neuen Ortsumgehung über die Brücke und durch den Tunnel rollen.

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