Donnersbergkreis Auf dem Weg zur Wohlfühlregion – Arbeitsgruppen mit ersten Ergebnissen

Der Donnersberg spielt bei der Tourismusentwicklung eine wichtige Rolle. Hier ein Blick vom Drosselfels zum Berg.
Der Donnersberg spielt bei der Tourismusentwicklung eine wichtige Rolle. Hier ein Blick vom Drosselfels zum Berg.

Die Region um den Donnersberg könnte sich zu einer Wohlfühlregion entwickeln. So das Ergebnis des Tourismuskonzeptes, das zu Jahresanfang präsentiert wurde. In Arbeitsgruppen wird seither an der touristischen Aufwertung des Kreises gefeilt. Jetzt wurden erste Ergebnisse präsentiert.

Den Öffnungszeiten hat sich die Arbeitsgruppe „Gastronomie“ gewidmet. Ziel ist, dass Gäste beispielsweise durch Aushänge eine komplette und immer aktuelle Übersicht darüber erhalten, wo und wann sie einkehren können. Zusätzlich wurde in dieser Arbeitsgruppe über Angebote wie Straußwirtschaften und Hofcafés diskutiert. In „Regiomaten“, so ein weiterer Eckpunkt, sollen künftig Getränke sowie regionale Produkte an verschiedenen Standorten im Kreisgebiet im „Kühlschrankverkauf“ angeboten werden.

In der AG Wandern wurden die teils unübersichtlichen Zuständigkeiten und fehlende Standards bei der Beschilderung der Wanderwege als ein Problem herausgearbeitet. Das Ziel der Gruppe ist es nun, das Wegenetz zu überarbeiten und zukunftsfähig zu machen.

Der Berg muss weiterhin geschützt werden

Neue Mountainbike-Trails sollen nach dem Wunsch der AG auf den Weg gebracht werden. Keine einfache Aufgabe, denn die Schutzgebiete am Donnersberg setzen hier Grenzen. In einem weiteren Schritt wird die Gruppe sich mit bereits bestehenden Trailprojekten auseinandersetzen und diese je nach Bedarf anpassen.

Bestehende Angebote weiterentwickeln und eventuell neue schaffen, das hat sich auch die AG Erlebnisinfrastruktur vorgenommen. Dabei geht es etwa um den Park der Sinne und Abenteuerspielplatz in Dannenfels, die Bergbauerlebniswelt Imsbach oder das Keltendorf in Steinbach. Parallel dazu befasst sich die Arbeitsgruppe auch mit der Frage, ob sich auf dem Donnersberg selbst Angebote, beispielsweise für Familien, schaffen ließen. Auch die Infrastruktur des Kreises wird unter dem Aspekt „Tourismus“ unter die Lupe genommen. Mit Eingangsportalen und Willkommenspunkten soll sich der Kreis hier weiterentwickeln.

Tourismuskonzept bildet Grundlage

Die Arbeitsgruppen bestehen aus Bürgern und haben jeweils hauptamtliche Köpfe aus den Verbandsgemeindeverwaltungen Nordpfälzer Land, Kirchheimbolanden und Winnweiler, von Seiten des Donnersberg-Touristik-Verbandes und der Kreisverwaltung.

Rund anderthalb Jahre hatte das auf Tourismus und Regionalberatung spezialisierte Büro BTE mit Standorten unter anderem in Berlin und Mainz zusammen mit vielen Beteiligten aus dem Donnersbergkreis das zugrundeliegende Tourismuskonzept für das Donnersberger Land erstellt. An einer Onlinebefragung hatten sich 212 Einwohner beteiligt, 69 Tourismusakteure und 30 Experten wurden befragt. Das Konzept war von den Mitgliedern des Donnersberg-Touristik-Verbandes damals einstimmig angenommen worden.

Darin hatte sich als großes Plus gezeigt, dass der Donnersbergkreis als eine „Wohlfühlregion“ erlebt wird und mit einer enorm hohen Gästezufriedenheit punkten kann. Als große „Baustellen“ hatten sich beispielsweise die ungenügende Digitalisierung gezeigt sowie die fehlende Vernetzung der unterschiedlichen Bereiche und Angebote. Im Anschluss an die Präsentation dieser Konzepte wurden die Arbeitsgruppen gebildet.

x