Winnweiler Amokdrohung gegen Grundschule: Verdächtige teilweise noch nicht strafmündig

Die Polizei hatte den Bereich um die Maria-Montessori-Grundschule abgesperrt.
Die Polizei hatte den Bereich um die Maria-Montessori-Grundschule abgesperrt.

Gut drei Wochen nach der Amokdrohung gegen die Winnweilerer Grundschule sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Die Polizei geht nach derzeitigem Erkenntnisstand davon aus, dass sie mit ihrer ersten Einschätzung richtig gelegen hat: Schon am Tag nach der telefonischen Drohung hatte sie von fünf Kindern im Alter von elf bis 14 Jahren gesprochen, die gemeinschaftlich gehandelt haben sollen. Die fünf haben, so die Polizei weiter, wohl „einen Streich spielen“ wollen.

Dieser aber ging gründlich in die Hose. Nachdem die Polizei am Montag, 7. Februar, gegen 11 Uhr über die Amokdrohung auf dem Anrufbeantworter der Schule informiert worden war, wurde das Schulgelände evakuiert. 211 Kinder machten sich auf den Weg ins Wilhelm-Erb-Gymnasium, wo sie von ihren Eltern abgeholt werden konnten. Auf dem Gelände der Maria-Montessori-Grundschule kamen Sprengstoff-Spürhunde zum Einsatz, die Winnweilerer Schulstraße war gesperrt.

„Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“ lautet laut Polizei die entsprechende Norm aus dem Strafgesetzbuch. Allerdings seien Kinder unter 14 Jahren nicht strafmündig. So komme eine Bestrafung lediglich für Beteiligte ab 14 Jahren in Betracht: „Denkbar ist eine Maßnahme durch das Jugendamt oder eine Anklage vor dem Jugendgericht“, teilte die Polizei auf Anfrage mit – der Vorgang werde jedoch zunächst der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern vorgelegt. Ob Familien der Kinder für die Kosten des Einsatzes aufkommen müssen, werde derzeit noch geprüft.

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